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#LeaveNoOneBehind

Alles fing also an einem Freitag den 13. an. wird man später einmal sagen, damals in Berlin.

So richtig angefangen hat es aber schon etwa 2-3 Monate eher. Sehr weit weg von hier, am anderen Ende der Welt. Doch nun ist man dabei, das gesamte Leben soll zum Erliegen kommen. Entschleunigung 2.0 Ad hoc!

Also wir sind immer noch in Berlin. In der Stadt, in der man gern mal das Ende einer Party um 1, 2, 3 Tage nach hinten verlegt.

Einfach mal nicht zur Arbeit geht. Warum?

Weil man es hier kann. Weil man auch mal einer guten Sache etwas mehr Zeit und Raum einräumen muss. Gut Ding braucht Weile, heißt es doch nicht umsonst.

Genau dieses Berlin, fängt gar nicht erst an zu feiern. Das gab es noch nie, das verändert alles und obwohl wir erst am Anfang sind, Berlin wird danach nicht mehr die selbe Stadt sein.

Weil das schon jetzt absehbar ist, folgt hier eine ganz individuelle Sicht auf die Veränderung, welche Step by Step dokumentiert, kritisiert und hinterfragt sein will. Es liegen auch Chancen in der Sache.

Es macht einen Unterschied, wenn du etwas in den Nachrichten hörst und dann feststellst, es betrifft Dich auf einmal ganz persönlich. Manche bekommen dann Panic, sind verängstigt. Nachvollziehbar, nur wenig hilfreich. Doch so ist der Mensch. Nicht immer der klügste und rational denkende, wenn es genau auf dies Fähigkeiten ankommt.

Dieser Freitag der 13. war dann mal einer der seiner historischen Bedeutung absolut gerecht wurde. Es änderte sich alles. Nichts hat mehr offen, was einem am Freitag interessiert. Vor allem all das, was einem zum Weggehen animieren könnte.

Eine Situation, die völlig untypisch für Berlin ist. Was die Stadt lebenswert macht ist abgeschafft. Geschlossen. Du kommst dir fremd in der eigenen Stadt vor und musst damit erst einmal umgehen.

Wie all das, durch diese Situation hervorgerufene auf mich und andere in der Zeit wirkt, wie man damit umgeht, wie sich alles so verändert, darum soll es hier gehen.

A Time Life Impression
Tägliche persönliche Eindrücke und meine Sicht auf dieselben.

Es ist Samstag der 14. Mrz. 2020 früh am Morgen.

Was macht man eigentlich in Berlin, wenn man zugleich nirgends hingehen kann? Gut, die erste Nacht ist rum, Tag 2 steht in den Startlöchern und hat es auch nicht eilig.

Ja, was man hier macht, (ich bin nicht darauf gekommen) die ganze Nacht fiel mir nichts dazu ein. Hab Sie ruhig zu Hause verbracht, wenig gelacht.

Das fühlt sich an wie K-Freitag & Totensonntag zugleich. Wobei damit die Frankfurter (a.M.) Version gemeint ist. Nur diese findet dieses Mal in Berlin statt.

Dabei wird auch noch besonders penibel darauf geachtet, dass es keinen Grund gibt, das Haus zu verlassen. Man kommt sich irgendwie bestraft vor. Kollektiver Hausarrest.

Warum? Weil in China jemand einen Sack Reis umfallen lassen hat. In Europa haben daraufhin sich 4 von 5 Menschen erschrocken. Einer von ihnen ist statt mit dem Schrecken, nicht mit dem Leben davon gekommen.

Auf dem Weg der Besserung,

direkt ins Grab gehüpft oder in die Urne geschlüpft. Hat sich verschluckt, kurz gespuckt und ist umgefallen.

Jetzt ist daraus irgendwie ein Trend geworden. Wie damals diese Ice Water Challenge auf Instagram. Das ruft gleich die Fürsorgepflicht des Staates auf die Tagesordnung und nun passiert hier erst mal nichts.

Abgesehen von der Planung,

das noch weniger passieren soll. Alle öffentlichen Einrichtungen, Theater, Kino, Clubs und fest steht auch, Montag werden die Schulen, Kindergärten, Krippen und das Home-Office wird folgen.

Wir sind hier erst am Anfang. Ab Dienstag wird dann der Öffentliche Nahverkehr über einen Notfall Fahrplan laufen.

Es wird weniger Transport stattfinden. Theoretisch. Bis auf die Masse an Menschen, die extra aus Marzahn oder Reinickendorf, den weiten Weg nach Lichtenrade unternimmt.

Die haben gestern im Internet herausgefunden, dass es dort noch etwas Klo-Papier, Reis, Nudeln und Desinfektionsmittel geben soll.

Das muss sofort gehamstert werden. Auch wenn es schon gar nicht mehr in die Wohnung passt. Neben all den anderen Paletten Taschentüchern, Stapeln von Penne No. 69, 78, 35 und anderen Hartweizen Kreationen. Gleich neben dem Basmati und dem Zimmer Parboiled Reis, Gries und Polenta. Man ist in jedem Fall auf Besuch eingestellt, der lange bleiben wird.

Es ist schon interessant was so ein kleiner unsichtbarer Virus für Reaktionen hervorrufen kann. Mal abgesehen von den Menschen, die gerade vom selben befallen sind.

Inzwischen entwickelt man schon gegenüber dem Namen „CORONA“ eine gewisse Abwehrhaltung. Dabei mag ich das Bier sehr. Schmeckt nach Urlaub, Partie und Lebensfreude. Nur wie lange noch?

CORONA PANDEMIE

Pandemie, kannte ich bis jetzt nur aus dem Bio Unterricht und aus Büchern, die ich nicht las. Das Wort selbst hat schon ein wenig was von Panne.

Also im schönem Sachsen ist da akustisch null Differenz zu Filtern. PANDE … gefolgt von der Verheizung „iiiii“.

Da kommt schon noch ein Buchstabe vor dem i … ja, aber da wird es sprachlich diffizil. Bei manchen ist es ein „M“ und andere klingen als würden Sie ein „N“ aussprechen.

Interessant wäre jetzt, ob diejenigen, die Pandemie am Ende mit „Mie“ aussprechen häufiger an selbiger versterben als diejenigen, die nach „Nie“ am Ende von PANDENIE klingen.

Damit ließe sich unter Umständen belegen, Sprache kann töten.

Inzwischen haben wir Frühstück, Café und daneben die aktuellen Headline aus dem Internet.

„Polen macht die Grenzen zu Deutschland Dicht“

Hmm, … lässt sich gerade schwer deuten, ob Polen glaubt etwas weggenommen oder von uns zu bekommen – was der eigentliche Anlass für die Reaktion ist.

Aber gut ist, Trump hat auch Kontakt mit dem Erreger gehabt und weiß daher, Ende April ist der Spuk vorbei. Es sind nur knappe 1,5 Monate bis dahin. Aber die Zeit arbeitet für uns.

Wie die Zeit, Könnte dies der Virus auch. Schauen wir einfach, wie diese Grippewelle weiter verläuft.

Zu den Staaten kann gerade sowieso kaum jemand reisen, da Europa momentan ein Einreiseverbot erhalten hat. Es gibt Schlimmeres. Wenn es erstmal dort angekommen ist, merkt es Amerika zu spät, da das Gesundheitssystem super auf diesen Umstand vorbereitet ist.

Die USA haben, gemessen an ihrer Größe und der Einwohnerzahl unheimlich viele (so im 4-stelligem Bereich) an Menschen darauf getestet. Wenige Tests fördern kaum bestätigte „COVID-19“ Fälle ans Tageslicht. Die berüchtigte Dunkelziffer wird hier den Ausschlag geben.

Im Verlauf des Wochenendes gibt es weitere das öffentliche Leben einschneidende Maßnahmen den Verlauf der Pandemie zu verlangsamen. Alles wird abgesagt und auf einen Notfallplan umgestellt. Sogar die Bundesliga, das heilige Wochenendprogramm der Masse, ist komplett eingestellt worden.

Das verdeutlicht zumindest die Ernsthaftigkeit der angeordneten Maßnahmen, sich auch über Kapitalinteressen hinwegzusetzen. Es wird auch nur noch mit Verantwortungsbewusstsein argumentiert.

Ansich ok, nur wo kommt dieses auf einmal her? Hoffentlich nicht nur ein Kranker Nebeneffekt der COVID-19 Epidemie. Vielleicht lässt sich dieser im Nachhinein auch nicht mehr entfernen. Dann hätte das alles wenigstens etwas zukunftsweisendes.

Die Welt könnte also eine bessere danach geworden sein. Doch warten wir es ab. Noch sind alle von Angst oder Krankheit erfüllt. Der gesunde Mensch trifft all zu oft die kranken Entscheidungen.

Auf den Straßen ist in jedem Fall etwas weniger als gestern los. Zumindest im Friedrichshain. Weiter raus komme ich gerade nicht. Aus Vorsorge gründen & weil es einfach besser ist, fahre ich ausschließlich Fahrrad. Man setzt sich so niemandem aus, der etwas übertragen könnte.

Das altmodische Lesen, aus einem gedrucktem Werk, hab ich neu für mich entdeckt. Dazu fehlte sonst einfach die Zeit. Weggehen ist ja gerade offiziell nicht drin. Inoffiziell braucht auch dies Vorbereitung und diese sind so leider noch nicht gegeben. Also lesen. Was für die Bildung tun. Ist letztlich nie verkehrt.

Eine neue Woche hat begonnen und für viele ändert sich in dieser alles. Die Schließung aller Schulen, Kindergärten und Krippen haben begonnen.

Auf dem Weg zur Arbeit, heute waren für einen Montag schon weniger Leute unterwegs als sonst. Aber es hält sich Grenzen, bedenkt man all jene Anordnungen, die erlassen worden sind.

Die Frechheit des Tages hat sich mal wieder das Trump(el-Tier) im Weißen Haus geleistet, indem er 1 Milliarde der BioTech Firma CureVac für die Exklusivrechte am gerade zu entwickelndem Impfstoff gegen den Covid-19 Virus anbot.

Das ist die Veranschaulichung der Ego-Amerika-Politik. Die zur Schau Stellung von purer Angst und alles andere als ein anzustrebender Umgang den wir tolerieren dürfen.

Interessant ist die Verteilung der bestätigten Virusinfektionen. Demnach trifft es Berlin-Mitte mit 45, Steglitz-Zehlendorf mit 35 und Friedrichshain-Kreuzberg mit 30 Fällen derzeitig am härtesten.

Vor wenigen Stunden ist erlassen worden, das der Tourismus stark beschränkt wird. Die Bundesregierung erließ auch Regelungen, „dass Übernachtungsangebote im Inland nur zu notwendigen und ausdrücklich nicht zu touristischen Zwecken genutzt werden können“.

Restaurants sollen in Deutschland spätestens um 18.00 Uhr schließen und frühestens um 06.00 Uhr öffnen.

Ansonsten hab ich noch zusammen mit einem Freund aktive Immunisierung mit Corona Bier betrieben. Man kann sich dieser die Stadt nur schön trinken. Die Aussichten auf die nächsten Tage sind nicht so toll.

Für mich reichen die schlechten Nachrichten und Aussichten. Ich mach jetzt einfach alles aus und hoffe mal, morgen nicht von noch krasseren Dingen überrascht zu werden.

Die Kriese wird professioneller, könnte man meinen. Nun gibt es eine wirklich gut gemachte CORONAVIRUS MAP für Smart Guys überraschend, dass diese nicht von Google sondern vom Revalen Microsoft über die Suchmaschine Bing erschaffen wurde.

Über deren Live Ticker lief auch gerade, Tom Hanks hat es erwischt. Er ist infiziert. Alles Gute an der Stelle oder sollte man besser Ihm zurufen: „Lauf Tom, lauf“ … und sei bald wieder wohl auf.

In Berlin ändert sich nun ein wenig die Kleidung bzw. die Accessoires bei denen, die noch so mutig sind und sich draußen bewegen. Der Mundschutz ist im öffentlichen Leben angekommen und soll wohl sowas wie Schutz suggerieren. Ehrlich Leute, denkt nach und macht nicht jeden Mist einfach mit. Das nutzt gar nichts. Aber es hilft wenn jemand infiziert ist und einen Mundschutz trägt. Seid Ihr also verseucht?

Die S Bahn war heute in jedem Fall sehr viel leerer als gestern und viele konnte also in den eigenen 4 Wänden bleiben. Derzeitig sind 23 Tote in DE zu beklagen und 67 Infizierte Patienten haben den Virus überlebt. Waren also befallen und konnten ihn besiegen. Das sind doch mal wirklich gute Nachrichten.

Doch was steckt eigentlich genauer hinter der Panik, Hysterie und all den Einschränkungen. Etwas das mich schon seid dem Ausbruch in China nicht recht ruhen lassen will.Zumal 4 von 5 Fälle relativ harmlos verlaufen.Alle Zahlen Weltweit zusammen genommen immer noch eine völlig normal verlaufende Grippewelle, wie sie jedes Jahr kommt und vor allem auch wieder geht, ergeben. Es muss mehr als ein solch harmloser Virus dahinter stecken.

Nicht falsch verstehen, es trifft immer die Schwächsten zuerst und völlig richtig, sie verdienen besonderen Schutz. Aber gemessen an dem Aufstand der zu diesem Virus betrieben wird, stellt sich die Frage, wenn mehr Tote verursacht werden durch Hunger, verschmutztes oder gar kein Trinkwasser in der Welt, wenn die Anzahl der Verkehrstoten im Jahr höher ist in DE als die der COVID-19 Opfer, dann ergibt das alles recht wenig Sinn.

Heute Morgen auf dem Weg zur Arbeit durch die halbe Stadt in der S-Bahn und die Dichte der Mundschutz-Patienten nimmt stetig zu. Wenn Sie meinen das hilft, ich denke eher nicht. Nur muss ich es Ihnen erklären? Nein.

Ansonsten hat „Mutti“ heute eine Ansprache an die Nation gehalten. Hab’s nicht gehört, hatte gerade einen CORONA Fall am Hals und ließ Ihn mir die Kehle runter laufen.

Danach war ich eher Medial besser unterhalten. UnitedWeStream.Berlin – supported by ARTE CONCERT, das ist besser als Bad News Delivering. Falls ich schlecht Nachrichten brauche, Lieferando bringt auch das frei Haus. 

Spannend wird in jedem Fall die Entwicklung im Zusammenhang mit dem Wetter. Wenn die Sonne erst mal richtig raus kommt, wen interessiert dann noch CORONA – es sei denn Eisgekühlt und jeder ist dabei. 

So, wir haben erst Mi. und jedem sollte klar sein, erst in 1 1/2 Wochen kann man Effekte aus dem heutigem Verhalten erwarten. Fehlen die, werden die Daumenschrauben noch weiter angezogen. Warum? Gute Frage, was macht den Virus so gefährlich, wo er das erste Mal auftritt. Keine Vergleichsmöglichkeiten und doch diese Panik. Als ob jemand mehr wüsste.

Bestimmt werden wir auch irgendwann eingeweiht. Vielleicht. … also eher nicht. Solange es nicht unbedingt sein muss. Wo auch immer, kommt gut durch die Nacht. Schön gesund bleiben und nicht mit Corona übertreiben. Ich weiß wovon ich rede, mit Flaschen kenne ich mich aus.

Ein neuer Tag und die Straßen am Morgen waren eher im Sonntags-Modus, allerdings löste sich das recht schnell am S-Bahnhof. All zu viele können wohl nicht in den Home Office Workflow wechseln. Es werden einige Hände gebraucht, die zupacken können.

Wie im Verlauf des Tages zu erfahren war, haben sich gerade im Süden des Landes viele wohl nicht an die Vorgaben gehalten und das bei Ausgangssperren, welche örtlich ausgegeben worden sind.

Die Rechnung mit einem enormen ANstieg der neuen Infektionen heute kam promt. Nur sind die in keinem Fall von der Nacht ausgehend. Die Quittung kommt erst in Tagen. Der Trend ist aber stark ansteigend.

Noch weiter Südlich hinter Bayern, über die Berge hinweg geschaut, im Norden Italiens gab es heute auch einen enormen Anstieg der Zahlen, gerade im Bereich der Opfer. Italien verzeichnet derzeitig mehr Tote als China. Während China heute das Ende der Epidemie feierte und Medienwirksam inszenierte.

Ständig neue Zählweisen und vor allem ein Ende, das sehr nach Beschluss durch die Partei ausschaut, lassen mich irgendwie daran zweifeln. Die Nummer ist noch nicht durch. Aber die Wirtschaft muss auch wieder hochgefahren werden. Gut 1/4 Jahr geht das dort schon.

Hier in der Stadt sieht alles noch recht gelassen aus. Obwohl sich auch hier die Verdachtsfälle derer, die man irgendwie kennt von Tag zu Tag erhöht. Will hoffen Sie kommen alle gut durch die Infektion und bleiben uns erhalten.

Heute sind auch bei mir endlich die Laptops for den Home Office Einsatz eingetroffen. Kann also ab Montag eine interessante Arbeitswoche werden. Mal schauen wie das läuft und vor allem wie lange. Ob es sich als probates Mittel im Kampf gegen die Verbreitung herausstellt wird sich zeigen. Auch das wird die Arbeitswelt in der Stadt nachhaltig verändern.

Noch ist unklar in welche Richtung. Dennoch gab es selten einen solchen Technischen Einsatz um Arbeit aufrecht halten zu können. Chancen bietet auch diese Vorgehensweise. Darüber kann man aber später reden.

Ich gönne mir jetzt noch etwas virtuell einen Club Besuch im Tresor via UnitedWeStrean.Berlin mit Headless Horseman – Ein Name der gut zur aktuellen Situation in mancher Hinsicht passt. Euch auch allen eine Gute Nacht.

Es ist nun der 2. Freitag, der komplett unter dem Einfluss von Corona steht. Leider nicht von dem Bier, sondern vom Virus. Was den Freitag seines eigentlichen Sinnes beraubt. Also ein komischer Freitag. Nun schon der 2. Sollten nicht all zu viele mehr werden.

In den Supermärkten, war heute mal wieder da, sieht es bei einigen Produkten echt leer aus. Aber das betrifft all jene, die so auch ersetzbar sind, wenn man kochen kann. Können offensichtlich nicht viele. Statt dessen wird Tiefkühlkost gehamstert ohne Ende. Wohl bekomms.

Daran lässt sich aber sehr gut erkennen, es ist egal, was in den Medien gezeigt wird. Es zählt nur die eigene Einstellung damit umzugehen. All jenen Hamstern stell ich mal die Frage: Sind in Italien wegen dem Virus irgendwelche Supermärkte geschlossen worden? Und Italien ist das Epizentrum Weltweit. Doch die Versorgung steht. Also was soll der Blödsinn? Vernunft beginnt immer bei einem selbst.

In Süd-DE ist gestern erstmalig Ausgangssperre verhängt worden. Ausgerechnet in Freiburg. Da war man gleich nicht mehr so frei. Aus welchen Gründen auch immer, im Süden ist die Infektionsrate wesentlich höher. In Ländern wie Singapur und anderen dort gelegenen Staaten konnte die Epidemie eingedämmt werden. Unmengen von Test’s und strikte Quarantäne haben sich ausgezahlt, neben Methoden die einem Überwachungsstaat gleich kommen. Doch es hat funktioniert.

Bei uns diskutiert man über die Aufnahme von Corona-Patienten aus Italien und den Einsatz der Bundeswehr im Innern. Ersteres JA, unbedingt! Wenn wir helfen können, haben wir die Pflicht zu helfen. Denn niemand weiß, wann wir Hilfe brauchen. Und das es so kommen kann, ist nicht ausgeschlossen. Zur Bundeswehr, NEIN, das muss nicht sein. Das Sanitäter und BW Krankenhäuser sich mit um die Bevölkerung kümmern, kein Problem. Aber Soldaten zur Aufrechterhaltung der Ordnung, das muss nicht sein. Da fällt uns bestimmt was besseres ein.

In diesem Sinne, auf besonnenes Handeln, verantwortungsvolle Entscheidungen und viel Gesundheit.

Nachdem der Samstag weit in der Mitte des Tages begann, hatte ich irgendwie keinen Bock mir neue schlechte News zum Rest des Tages zu garnieren. Einfach mal komplett und absolut aus den News Feeds & Streams ausklinken, die Updates zum Thema COVID-19 mal sein lassen.

Man kann nur sehen, wie man möglichst Kontakt frei durch die Zeit kommt. Das allein ist schon Herausforderung genug. Also lass ich einfach mal die Welt, Welt sein. Bleib mit Freundin allein daheim. Sicher könnte das für beide nicht gerade Vorteilhaft sein. Aber an einem gewissen Punkt hört es dann auch auf, Überlebenswert zu sein.

Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden und niemand kann einem da hinein reden. Für heute ist der Tag gelaufen.

Ein neuer Tag und die alten Probleme haben sich leider nicht, wie von selbst über Nacht aufgelöst. Zugegeben, es wäre auch zu schön. Einfach aufwachen und alles ist wieder wie noch am 12. März.  Nicht das da die Welt besonders toll war, es gab auch da schon einiges, das nicht gut lief. Nur aus heutiger Sicht, sind das reine Luxus-Probleme gewesen.

Der Tag fing dann doch ganz optimistisch an. Die Neuinfektionen sollen tatsächlich zurück gegangen sein. So meldeten es die Medien. Allerdings mit Vorbehalt, nicht alle Zahlen seien schon eingetroffen und gegen frühen Nachmittag wurde diese Meldung auch korrigiert. 

Etwas verwundert hat mich die Meldung schon. Sie hätte keinen Zusammenhang mit den ergriffenen Maßnahmen. Die Auswirkungen kann man erst gegen Ende der kommenden Wochen merken. Daher ist es nicht überraschend, heute sind von Bund und Ländern weitere Maßnahmen beschlossen worden. 

Kurz nach dem Auftritt der Kanzlerin, bei dem diese verkündet worden, tickert die Meldung durchs Netz: Merkel muss in Quarantäne.  Ausgerechnet ein Arztbesuch wurde zum Verhängnis. Denn dieser Arzt ist inzwischen positiv auf den Virus getestet worden. Da kann man nur die Daumen drücken.  

Derzeitig gibt es gerade über 254 TSD bestätigte Corona-Infektionen, insgesamt 94 Todesfälle und was sehr oft in der Berichterstattung zu kurz kommt, es gibt auch bis heute 266 genesene Menschen. Hin- und wieder sollte man auch die positiven Aspekte nicht aus den Augen verlieren. Die Zahl derer, die nachweislich dem Virus entkommen sind ist um das Zweieinhalb-Fache höher, als die Zahl derer, die es nicht geschafft haben.

Das macht die Situation nicht besser, aber sie kann auch allen Betroffenen etwas Hoffnung geben. All jenen die Angst haben, glauben es gibt keine Hoffnung mehr, sollte sie als kleiner Lichtblick dienen. Vor allem den Menschen in Italien. Denen es weit aus schlimmer geht als uns in DE. Allein in Padua (unweit von Venedig, Richtung Alpen) sind heute 1.000 Neuinfektionen gemeldet worden. Über 800 Menschen landesweit daran verstorben. 

Neben der Vorsorge- und Eindämmungspolitik hier zu Lande, es ist auch für unser Bestehen in dieser Zeit wichtig und unbestreitbar, dass Hilfe für Italien vor allem von uns kommen muss. Wer das nicht versteht, sich gar dagegen wendet, dem kann auch keiner mehr helfen, wenn hier die Lage aus den Fugen gerät. Letztlich lässt sich diese Pandemie nur zusammen durchstehen und besiegen.

Nasty Monday – oder auch, schon wieder Montag. Obwohl ich verdammt viel am Wochenende geschlafen habe, kaum klingelt der Wecker stellt sich die Montagsmüdigkeit ein. Dabei hab ich heute den kürzesten Arbeitsweg ever. Home Office Day 1.

Nach der Zubereitung meines „Wake Up“ Elixiers, 3-facher Espresso, frisch aus der simplen aber sehr leckeren Mocca zubereitet, schnell noch runter zum Bäcker und … Schock. 4 Menschen in einer 8m Schlange. Da war er wieder, der erste Corona Moment des Tages und dabei scheint die Sonne so schön. Kalt ist es trotzdem und zum Glück bin ich gleich dran.

Kurz darauf bin ich wieder oben und per Knopfdruck entfaltet sich mein Home Office. Braucht man wirklich 3 Screens? Yepp, mindestens. 4 wären mir lieber. Daheim arbeiten hat schon Vorteile. Aber auch seine negativen Seiten. Mangelnder Sozialer Kontakt, doch dieser ist gerade erwünscht. Klingt schon krass, wenn man drüber nachdenkt: „Kein sozialer, realer Kontakt fördert deine Gesundheit.“

Wenn das sich dauerhaft durchsetzen sollte, bin ich krank. Bei Krank fällt mir ein, wie sehen denn die aktuellen Zahlen aus? Auf der offiziellen Deutschland-Covid-19 Seite lässt sich dies u.a. einsehen und seid Tagen blicke ich schon auf die Kurve. Yepp, es gibt eine Kurve. Es sieht aus als gingen zumindest die täglichen Neuinfektionen zurück.

Fr. 19. – 3,3TSD | Sa. 20. 2,3TSD | So. 21. 1,7TSD und gestern knapp 500 Menschen. das sieht schon nach einem besseren Weg aus, als noch zu Beginn der letzten Woche. Für Jubel ist es noch zu früh, aber es könnte ein Guter Start in die Woche werden. Auch wenn die Zahlen sicher noch im Nachhinein berichtigt werden. Es wäre uns allen zu wünschen.

Allerdings ist auch auf der Seite des Robert-Koch-Institutes zu lesen, Covid-19 mutiert zu neuen Formen. Bei der Masse an infizierten Menschen, inzwischen nicht wirklich verwunderlich. Vielleicht entfaltet sich seine wahre hässliche Seite erst noch und das alles war bis jetzt ein nettes Vorspiel. Den Gedanken schieb ich mal den mangelnden sozialen Kontakten über den Tag zu. Das kommt davon.

Von der Regierung aus gibt es gerade die große Finanzspritze für vor allem Kleine und Kleinstbetriebe. Anders lassen sich auch die Menschen nicht im Haus halten. Eng wird es sicher trotzdem für viele. Schau ich mir morgen an. Für heute ist es genug. Ein Tag, den man in die Tonne treten kann. Schon weil es ein Montag ist. Da sind selten gute (Mon)Tage dabei.

Die recht positiven Zahlen vom Vortag haben sich über Nacht leider nicht halten können. Ich hatte es schon vermutet. Dennoch sind wir dabei Kapazitäten den Nachbarn aus Europa zur Verfügung zu stellen, die dringend Hilfe brauchen. So haben das Bundesland Sachsen Italiener und das Saarland Menschen aus Frankreich aufgenommen, die an COVID-19 erkrankten.

Home Office läuft reibungslos und bereitet weniger Probleme als erwartet. Ungewöhnlich ist aber noch immer der fehlende soziale Kontakt, der ausschließlich über Social Media läuft. Was letztlich sehr unbefriedigend ist. Es ist eben ein Unterschied, Virtual Life is no real life.

In China wird das Ende der Epidemie beschlossen und entsprechend medienwirksam gefeiert. In Brasilien redet Bonsenaro das Virus klein und das obwohl es nun nachweisbar in den Favelas Rios angekommen ist. Dort wird es mit Sicherheit verherende Auswirkungen haben. Trump diskutiert mit sich selbst darüber, ob nicht die Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung größere negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben, als wenn man keine ergreift. Es also darauf ankommen lässt, das Leben der Beschäftigten auf’s Spiel setzt.

Es wäre ja ein positiver Nebeneffekt, wenn Brasielien und die USA durch den Virus Ihre Despoten abschütteln könnten. Dann hätte das alles einen Sinn und vorteilhaften Effekt für den Menschen selbst, der einfach nur überleben will.

In Berlin hat eine weitere Seite für die „Bleib zu Hause“ Situation, Angebote bereitgestellt, damit all das zu Hause bleiben auch irgendwie erträglich ist.

Ich bin sehr gespannt wie sich die Zahlen ab Freitag entwickeln. Werden die Maßnahmen Erfolge zeigen, die Neuinfektionen zurück gehen oder zumindest verlangsamen? Es wäre zu hoffen und wünschen. Ansonsten kommt alles noch ein wenig härter. Na dann, …

Ein neuer Tag im Home-Office Life Style. Der beginnt nicht später als sonst, obwohl der Weg zur Arbeit weg fällt. Man ist ja schon da. Im Grunde ein Verstoß gegen die Weisheit, nimm dir keine Arbeit mit nach Hause. Aber letztlich ist „Arbeit“ auch eine Definitionssache.

Es gibt die Dinge, die man gern macht und es gibt die, für die Tätigkeiten, die ordentlich bezahlt werden. Die meisten haben nicht das Glück, das ersteres den Lebensunterhalt absichert und nennen deswegen vorwiegend letzteres Arbeit. Wer nicht zu dieser Masse, der Mehrheit im Volk gehört, man muss dies nicht ständig allen unter die Nase reiben. Das fördert auch deine Akzeptanz.

Gerade all jene, auf die gern, von oben herab geblickt wird, sind in diesen Tagen „Systemrelevant“. Ein sperriges Wort, für das wirklich etwas mit mehr Wertschätzung und Empathie gefunden werden kann. Einzig nachdenklich sollte manch einen machen, zu welchen Bedingungen und welchen Vergütungen all jene, mit einem Lächeln alle anderen nun schon seit gut eineinhalb Wochen mit allem versorgen, das gebraucht wird um durch die Zeit kommen.

Ich finde, das darf auch ruhig vom Panik-Toilettenpapier Hamster, der sich glaubt im “World of Shopping Mall War“ zu befinden, bedacht werden. All jene, die schon nicht mehr wissen, wo man die ganzen Rollen noch stapeln kann, die sich „Heldenhaft“ dafür bis aufs Messer am Regal noch dafür stritten, am Ende alles für ‘n Arsch.

Völlig überraschend und unerwartet traf ich heute beim Einkauf im Regal auf 2 verlassene Packungen “Penne Rigate“. Zuerst dachte ich, mit denen stimmt was nicht, die sind doch längst vergriffen. Waren aber völlig OK, auch nicht teurer als sonst. Greif zu – schoss mir durch den Kopf. Tat ich auch, aber mit einer war ich zufrieden. Zu Hause liegen noch 3 und über die eine übrig gebliebene freut sich sicher auch noch einer.

An der Kasse führte die Packung dann zu einer gespielten Verwunderung des Kassierers “Watt es gibt noch Nudeln?“ Ja, und es ist sogar noch eine Packung da, reagierte ich. Einer kann sich noch freuen welche zu bekommen. Mit einem innerlichen Grinsen verließ ich den Laden und kehrte zurück in meine selbst auferlegte Soziale Isolation.

Endlich ist er da, der Inkubations-Tag. Vor 14 Tagen wurde das öffentliche Leben mit einem “Shut Down“ den es so noch nie gab, eingestellt. In den nächsten Tagen wird sich zeigen, wo wir im Würgegriff des COVID-19 stehen.

#FlattenTheCurve – das ist das Ziel. Demnächst, was wir erreichen konnten, seit jenem Freitag, den 13. im März. Doch bevor ich etwas in dieser Richtung an Zahlen zu sehen bekomme, wird der gesamte Tag vergangen sein und selbst dann sind diese noch nicht wirklich belastbar. Vereinzelt können einfach nicht rechtzeitig alle Zahlen gemeldet werden.

Vereinzelt gab es heute diverse Ausfälle in der Internet-Infrastruktur. Platz 79 Weltweit im digitalem Ranking, was die Bereitstellung des Internets betrifft könnte sich eher rächen, als man noch vor einem Monat glaubte. In gewisser Weise auch ein Stress-Test für dieses Netz.

Home-Office verlief gewohnt inspirationslos. Gut zum einfach abarbeiten, schlecht um sich entfalten zu können. Tristesse de travail de plus en moins. Le soleil brille et vous devez rester à la maison.

Bewegung bringt neue Gedanken, also rauf aufs Rad und ab durch die Stadt. Einfach gemächlich durch die leeren Straßen rollen und etwas Wetter genießen. Zumindest steckt man sich so nicht an, hält automatisch Abstand und gut tut es auch.

Da uns dieser Virus bis morgen nicht abhandenkommt, habe ich auch mal keine News gecheckt. Einfach mal abschalten, sei es nur für eine kleine Ewigkeit. Hallo Leben, also ich wäre soweit, kann losgehen. Warum es anders kommen wird, lass ich mir auch erst morgen über den News Feed sagen.

Irgendwie ist es ein Freitag, der sich nicht nach Wochenende anfühlt. Nun schon der 3. Und es werden noch mindestens 3-4 folgen. Der Blick auf die Zahlen sagt das aus. Das aber hätte Folgen. Es bedeutet vor allem, das die getroffenen Maßnahmen leider noch nicht ausreichen um diesen Virus in der Ausbreitung zu verlangsamen.

Gut möglich, das die Einhaltung der bis jetzt verhängten Auflagen stärker durchgesetzt werden. Anschließend erst noch verschärft werden. Also noch keine so tollen Aussichten. Das Wetter hingegen ist super. Die Sonne strahlt. Nur kalt ist es trotzdem. Das zieht ein förmlich aus der Wohnung.

Dann stieß ich aber unerwartet auf eine unschöne Sache im Netz. Der miese Charakter Deutschlands

Ich weiß nicht warum immer zuerst der gesunde Menschenverstand erkrankt und aussetzt in Zeiten wie diesen. Aber er tut es leider immer. Hier eben schon wieder. Das DE in der offiziellen JHU CSSE (John Hopkins University Cases by the Center for Systems Science and Engeneering) an Platz 5 steht und somit 4 Plätze vor der Schweiz gelistet wird, liegt mit Sicherheit an der Bevölkerungsgröße, welche in der Schweiz viel kleiner ist.

Die einzig akzeptable Weise des Eingriffs von DE in diese Transit Lieferung, wäre die, des vordringlichen durchleiten um sie so schnell es möglich ist an den Empfänger zu zustellen. Es ist peinlich, dass so viel geballte Kompetenz im Lande so inkompetent handeln kann.

Aber auch andere versuchen mit der Krise etwas für sich heraus zu holen. Diese zum eigenem Vorteil für sich zu nutzen. Schon der Gedankengang ist verachtungswürdig. So spendete die AFD in Sachsen der Uniklinik anonym 200 Mundschutz-Masken, die auch dringend gebraucht werden. In allen möglichen Abteilungen. Bei der Übergabe an die Klinik war die PR-Falle dann zugeschnappt. Tolle Aufnahmen, AFD hilft.

Als dies die Uniklinik mitbekam, ließ Sie >> die “perfide” Aktion der AfD nicht auf sich sitzen. Und drehte den Spieß grandios um: Wie sie heute ankündigte, werden die gespendeten Masken der AfD an die Mitarbeiter*innen und Patient*innen der Flüchtlingsambulanz gehen. <<

Das „Uniklinik Dresden“gefällt mir.

Mit gemischten Gefühlen geht ins in die Nacht. Da man nicht wegkann, fällt auch bei mir der Club Besuch virtuell aus. Dafür ist man ganz schnell von einem zum anderen gehüpft. Ganz ohne Anstehen, Taxi Kosten und das geht natürlich auf den “Feel the Club“ – Faktor“, der daher etwas zu wünschen übriglässt. Aber mal ehrlich, Irgendwas ist doch immer.

Es ist ein schöner sonniger Sa. Mit herrlich frühlingshaften Temperaturen. Das animiert zum Verlassen der Wohnung. Ganze Ansammlungen von Wohnungsflüchtlingen meldet die Berliner Polizei in den Parks der Stadt. Das ist nach der geltenden Verordnung so nicht gewollt.

Um dies wieder in den Griff zu bekommen rollen Info Mobile durch die Stadt und geben den aktuellen Verbote Katalog per Lautsprecher bekannt. Ein Offline News Feed für Menschen, die einfach mal abschalten wollen und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Da ist man geneigt den Behörden zu sagen: Keep in Distance!

Ansonsten arbeitet die Verwaltung recht hart an der Hilfe für Klein und Kleinstunternehmen. Aber die Server scheinen dem Ansturm (erwartungsgemäß) nicht gewachsen zu sein. Wir sind in der digitalen Infrastruktur nicht umsonst recht weit abgeschlagen. Da wurde wenig in letzter Zeit für eine spürbare Verbesserung gemacht. Da nun aber alle auf das Netz gleichzeitig zugreifen, offenbart es nun die Schwächen, vor allem in Erreichbarkeit und Datendurchsatz.

Wenn man wieder voll sich dem normalen Arbeitsleben widmen darf, es gibt verdammt viel zu tun. Selbst in den Bereichen, die Neuerdings als “Systemrelevant“ bezeichnet werden. Das erinnert mich irgendwie an Banksy “The lifestyle you’ve ordered is currently not available.“ – so fühlt sich das schon seit mehr als 2 Wochen an.

Das wird wohl später als die größte Entschleunigung aller Zeiten in die Geschichte eingehen. Die bei der man sagen kann: Ich war mittendrin statt nur dabei und musste zu Hause bleiben. Mit Sicherheit werden zukünftige Generationen mit dieser Aussage Verständnisprobleme haben. Sie wiederspricht sich und ist dennoch Stimmig. Das aber beschreibt die aktuelle Situation präzise.

Einzig positiv ist, ich komme zu Aufgaben, die ich lange vor mich hinschob und nun erledigt werden können. Man kümmert sich um seine Wohnung, Alles wieder sauber, neu geordnet, umgeräumt und schon sieht alles anders aus. Das gibt einem das Gefühl von, hier war ich noch nicht so oft. Obwohl man ständig da ist. Für den Moment wirkt es.

Zeit sich mal Gedanken darüber zu machen.

Die Verordnungs- und Bestimmungslage gestaltet sich derzeitig so:

+ Ausgangsbeschränkungen werden verstärkt kontrolliert
+ Was alles offen haben darf
+ Berliner Corona Virus Info

Die momentanen Zahlen sind nicht wirklich belastbar. Die sind es erst nach 1-2 Tagen, wenn tatsächlich alle Daten aus den einzelnen Gesundheitsämtern eingetroffen sind. Also holen wir dies auch erst zu Beginn der neuen Arbeitswoche für diese Tage nach. Eine interessante Angabe zu den Zahlen habe ich aber auf Twitter gesehen.

Nachtrag:
Meldungen die nach Veröffentlichung noch rein genommen wurden.

+ Mann von EX-Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit an Corona verstorben

+ Coronavirus Mundschutz selbst gemacht

Dieser Sonntag ist ein kalter Tag. Eisige skandinavische Luftmassen drängt es ins Land. Kein Tag um sich draußen aufzuhalten, wo es drinnen viel angenehmer ist. Das löst zumindest das Problem, größerer Menschenmengen in den Parkanlagen. Die werden heute nicht auftauchen.

Die Corona Neuinfektionen gehen vorerst hierzulande kaum zurück. Das ruft die Polizei verstärkt auf den Plan, dafür Sorge zu tragen, dass die beschlossenen Kontaktverbote strikter durchgesetzt werden. Es gibt tatsächlich noch Menschen, die dies nicht richtig verstanden haben oder ignorieren. Erkenntnis-Resistenz ist eine weit verbreitete Eigenschaft der großen Masse an Einwohnern, nicht nur in dieser Stadt.

In Berlin fanden heute an vielen Orten spontane Aktionen statt, die darauf aufmerksam machten, das es in Griechenland auf Lesbos und im Lager Moria Flüchtlinge auf dem Territorium der EU gibt, die Schutzlos dem Virus ausgesetzt sind. Moria wurde für 3.000 Flüchtlinge errichtet. Inzwischen sitzen dort aber 20.000 geflüchtete Menschen fest. Angeblich gibt es noch keinen Corona Verdachtsfall. Dies sollte aber eher an der Tatsache liegen, das keine Tests durchgeführt werden. Gut möglich, das längst das Virus unter Ihnen ist und erst in der nächsten Zeit massenhaft ausbrechen wird. Abstand halten ist unter diesen Menschen unwürdigen Umständen gar nicht möglich.

Es sieht nicht so aus, das in diesen Zeiten sich jemand um das Schicksal dieser Menschen schert. Es sind offenbar nur Menschen, aber keine Europäer.

In Berlin verschaffte die Politik in sofern Klarheit, dass alle Beschränkungen vorerst bis zum 20.04. bestehen bleiben und niemand auf den Gedanken kommen sollte, Ostern könne man zusammen mit den Lieben Verwandten verbringen. Nord-Deutschland schottet sich bereits komplett ab und schickt alle Touristen vorzeitig aus dem Urlaub nach Hause. Es gibt zwar kaum Corona Verdachtsfälle, ganz anders als im Süden der Republik. Auch ist der strukturschwache Norden auf den Tourismus als Einnahmequelle angewiesen. Dennoch ist das Risiko zu groß bewertet worden, man will in keinem Fall ein „zweites Ischgl“ heraufbeschwören. Dort hat man einfach zu lange am Tourismus verdient um anschließend als Hotspot bei Ansteckungen identifiziert worden zu sein.

Hier bleibt der Wunsch nach #FlattenTheCurve noch unerfüllt. Obwohl die Zahlen schon jetzt eines verdeutlichen. Die Anzahl der bestätigten Corona Erkrankten in Bezug auf die Todesfälle verhält recht gut. Es sterben in DE weniger an dem Virus, als in anderen Ländern, mit vergleichbaren Zahlen. In Spanien sind heute wieder mehr als 800 Menschen gestorben. In Italien gehen die Neuinfektionen weiter zurück, aber es sterben immer noch weit über 600 Menschen täglich.

Der Aufreger des Tages war der Vorstoß vom Gesundheitsminister, ein App Warnsystem zu installieren, das die Kontakte mit anderen Mobiltelefonen via Bluetooth erkennt, lokal im Gerät speichert und somit im Fall einer Infektion, die Kontakte abgerufen, identifiziert und unter Quarantäne gestellt werden können. Wenn Politiker anfangen App-Konzepte zu entwickeln, dann kann auch ein Programmierer das Gesundheitsministerium leiten. Handy Ortung ist noch nicht für solche Funktionen nutzbar. Das ist auch gut so.

Die USA entwickeln sich zum Mega Hotspot in der Pandemie. Etwa 125.000 festgestellte Infektionen und über 200 Todesfälle. Trump gibt den starken Mann und hat sich vom Kleinreden des Virus zum Feldherrn gegen den unsichtbaren Feind gewandelt. Spät kam die Einsicht, massiv versucht er nun verschwendete Zeit wieder aufzuholen. Das Virus wird der härtere Gegner im anstehenden Wahlkampf sein, als der demokratische Herausforderer. Trump kann nur durch sich selbst zu Fall gebracht werden.

Was für ein Montag. Oder haben wir Dienstag? Man merkt den Unterschied nicht wirklich. Wie auch, man kann sich nur selbst beschäftigen. In jedem Fall sind heute Klarheiten verschafft worden. Das Ganze ist nicht so schnell vorbei. Mindestens bis zum 20. April wird alles aufrecht gehalten. Also die Versorgung, genauso wie die Kontaktsperre.

Nicht das ich mein psychosomatisches Umfeld virtuell ersetzen könnte. Das zumindest ist eine Erkenntnis, die ich aus den Tagen mitnehmen werde. Wenn man über diese Zeit nur schon in der Vergangenheit reden könnte.

Völlig überraschend, werde ich auf einmal, mitten im Homeoffice Workflow mit dem Blick von den 4 Monitoren gerissen. Nicht das mir plötzlich auffiel, wie großartig und interessant meine Tapete wäre. Nein, mein sonst so wunderbar langweiliger Hinterhof wurde plötzlich interessant.

Fette weiße Dinge flogen durch die Luft. Tanzten hin und her. Das ist doch nicht etwa Schnee? Tatsächlich, es musste Schnee sein. Die Kaltfront war angekündigt. Im Gegensatz zu manch anderen, die gerade nicht kommen können, der Schnee kam. Er muss dann aber das Corona gerochen haben. Der Schnee blieb nicht lang. Warum auch, hier ist nicht viel los.

Ich spar mir mal heute die negativen Sachen und hab doch tatsächlich etwas positives gefunden. Die Zahl der genesenden Corona Patienten steigt auf 8.481 und das ist schon beachtlich. Man will nun in der nächsten Woche testen, ob wieder helfen könnte, was schon mal half, als es ein Viertel der Europäer am Anfang des letzten Jahrhundert dahinraffte. Es war die Spanische Grippe.

Damals half das Blut der Überlebenden weiter. Warum nicht heute auch? Blöd, wenn man es nicht versuchen würde.

Ein sonniger Dienstag ist dieser letzte Tag im März. Nach dem tief grauen und ungemütlich nassen Montag, wieder etwas Sonne zum Tanken für alle denen Balkonien offensteht. Allen anderen sei der Hinweis gegeben, kurze Spaziergänge sind kein Problem. Es muss ja nicht immer gleich der Park sein, in den alle strömen. Das führt dann nur wieder zu Problemen, die sich von Anfang an ausschließen lassen.

Ich schwang mich aufs Rad. Meiner Meinung nach die Beste Alternative zum Spazieren. Man hat immer den nötigen Sicherheitsabstand, ist allein und sieht einfach mehr von der Stadt. Aber jeder hat andere Prioritäten. Manchen fehlt auch einfach das Rad. Die Straßen waren in jedem Fall gut leer. Zumindest was Spaziergänger und Fahrradfahrer betraf. Bei Autos kam es einem wie am Sonntag vor. Da geht in jedem Fall noch was. Wir werden sehen was die Zahlen sagen.

Zu diesen fand ich noch eine interessante Quelle: risklayer.com – einfach mal reinschauen. Ansonsten Schoß Xavier Naidu mal wieder den Vogel mit einer Video Botschaft ab. Da war bestimmt sein Gras mies. Versorgungsengpässe treten eben überall auf. Allerdings entschuldigt dies nicht seinen Mist, den er von sich gab. #kotz #denknach

Dann gibt es auch noch andere, die hart für Ihren Shit Storm gearbeitet haben. Die DAX Firmen Addidas, Deichmann sowie H&M. Gaben bekannt, keine Miete für die Zeit der staatlich verordneten Schließung Ihrer Filialen zahlen zu wollen. Ganz großes PR-Desaster. #GeizIstNichtGeil !!!

Ein anderes Thema ist die technische Hilfe, die Corona Krise einzudämmen. Da werden über Vorschläge diskutiert, die nur in der Theorie funktionieren. Technisch aber noch gar nicht umsetzbar sind. Dennoch wird ein Mist in der Richtung sicher noch kommen. Denn die Verlockung, in diesen Zeiten, an massenhaft Daten zu kommen, ist sehr groß. Mal sehen in welche Richtung sich dies entwickelt. Man sollte nicht vergessen, diese Dinge haben in anderen Regionen, Beispiel Stadtstaat Singapur, hervorragend funktioniert. Aber man darf auch nicht vergessen, keiner von uns würde in einer solchen Gesellschaft leben wollen. Es ist in jedem Fall ein Ritt auf der Rasierklinge. Was ist wichtiger? Die Art wie wir leben oder überleben, um nur zu leben?

Es könnte sein, dass wir diese Fragen bald ernsthafter durchdenken müssen. Andererseits, Ein Blick auf die Zahlen sagt auch deutlich aus, wir sind verdammt gut aufgestellt. Na klar knirscht es im Gesundheitssystem. Aber vergleicht DE mit ESP, IT, GB & FR. In den Ländern sterben inzwischen an 2 bis maximal 3 Tagen so viele Menschen, wie bei uns seit Beginn der Krise.

Kein Aprilscherz! Während ich hier sitze, Buchstaben digital konservieren lasse, was mich in diesen Stunden bewegt, läuft im Hintergrund UnitedWeStream.Berlin

unitedwestream.berlin Ihr müsst Euch das vorstellen, ich genieß es einfach im livestream. Nur da hört es auch schon auf. Ich kann hier auch nicht weg. Ich hoffe bald, muss einfach sein. Die Live Streaming Sache ist eine nette und unter diesen Umständen, super Sache. Es hat aber auch etwas von Ficken ohne reinstecken. Ich bin mir sicher Ihr mögt das auch total.

Ansonsten hatte ich heute einen tollen Homeoffice Tag, die 10m Arbeitsweg in wenigen Sekunden zurückgelegt und gerade noch pünktlich auf Arbeit erschienen. Wie das passieren konnte? Hmm, … manchmal ist es halt komisch. Dinge passieren, die hätte man vor wenigen Wochen noch nicht für möglich gehalten.

In jedem Fall, war heute einiges los. Bundeswehr Soldaten haben eine App Version des Tracing Projects getestet. Das ist fast wie Krieg spielen. Nur dass es ohne „PENG“ abläuft. Ganz mies & fies ohne „Halt“ oder „Stehen bleiben!“ sonst Corona.

Räumliche Messungen in hoher Genauigkeit, so das Ziel. Letztlich zeichnet sich auch ab, die Sache wird eine Option sein, die erst eingesetzt werden wird, wenn Ostern vorbei und offensichtlich ein Bestandteil der Exit-Strategie sein wird. Schauen wir mal, mit Sicherheit werden wir es erleben.

Dabei fällt mir ein, Addidas ist nach dem gestiegen Shit Storm nun doch davon überzeugt worden, alle Mieten artig, trotz Zwangsschließung zu zahlen. Was hat nun dieser PR-Gag gebracht? Vielleicht eine schlecht platzierte Anfrage, um auch Geld aus einem Rettungsschirm zu ziehen. Das wird sich so nicht beweisen lassen.

Genauso wird sich nicht beweisen lassen, was die USA heute einfach mal in den Bereich des möglichen zogen. Dies mit der Verhaftung eines chinesischen Wissenschaftlers versuchen zu fundamentieren. Selbst redend spielt das FBI mit. Für Verschwörungstheoretiker ein gefundenes Fressen. Schön, wenn man seinen Unmut direkt auf jemanden richten kann. Auch wenn das nur verdeutlicht, wie blöd man eigentlich selbst ist. Doch auch hier gilt: jeder blamiert sich selbst, so gut er eben kann. Manche können es verdammt gut. RESPECT, das ist kein Kompliment!

Für heute soll es das gewesen sein. Morgen ist auch noch ein Tag. Mal sehen, was passiert.

Ein angenehm frischer Start in den Tag erwartete mich heute Morgen beim Bäcker. Die Sonne kommt erst später, doch der Duft von Frühling liegt in der Luft.

Offenbar scheint dieser manchen auch etwas Einsicht zu bescheren. Nachdem Trump schon in der letzten Woche seine Rolle rückwärts, in der Beurteilung und im Umgang mit der Krise gemacht hat, folgt heute seinem Beispiel Jair Bolsonaro, Brasiliens Staatspräsident. Zeit wird es. Es wird sich zeigen, ob es nicht zu spät kommt, denn der Virus ist angekommen in Brasilien.

Dass dieses Land ähnlich gut wie die USA im Gesundheitswesen aufgestellt ist, wird für hohe Opferzahlen sorgen. Denn wer wird sich in den Städten schon wirksam vor dem Virus schützen können.

Hierzulande ist die Rückkehr von etwa 12.000 Deutschen aus Neuseeland ein Thema. Die Regierung dort gestattet die Ausreise nun, was zuvor nicht so war. Sicher für diese Menschen eine große Erleichterung. Man stelle sich vor, am anderen Ende der Welt fest zu sitzen und man kommt einfach nicht nach Hause. Sehr unangenehm.

Unangenehm sind auch gerade die Diskussionen über EU-Hilfen um Länder im Kampf gegen das Virus zu unterstützen. Da brechen alte Fronten erneut auf. Wie solidarisch Europa am Ende tatsächlich ist, wird sich hier zeigen.

Am Ende steht auch fest, es geht leichter zusammen. Auch wenn noch unterschiedliche Vorstellungen über das wie zusammen existieren. Es muss ein Weg gefunden werden. Eher als später wäre auch eine tolle Idee.

Dieser Freitag fängt sehr sonnig an. Es wird ein schöner Tag und die Aussichten der kommenden Tage, sieht auch ordentlich aus. Es kommen sonnig warme Frühlingstage mit Temperaturen um die 20°C auf uns zu. Das dies nicht gerade förderlich für #StayAtHomeSafeLifes ist, liegt im Drang nach Draußen. Sonne tanken, frische Luft spüren.

Unter diesen, anfangenden großartigen Aussichten, fällt Home-Office auch nicht all zu leicht. Aber hey, es ist Freitag. Danach winkt ein Wochenende. Eines, das unter Corona-Bedingungen, nicht denen von damals das Wasser reichen kann. Aber es wird nur diese Version verfügbar sein. Jammern ändert nichts daran. Also, das Beste daraus machen, ist die einzige Alternative.

Da alle immer von der virtuellen Home Party reden, werde ich das mal ausprobieren. Schön sicher gemütlich daheim sitzend mit andere virtuell verbunden. Mal schauen. Es passieren sicher wieder technische Dinge, die es unvorhergesehen interessant machen oder auch verhindern.

Ok, es ging dann doch besser mit all der virtuellen Verbindung und gestaltete sich als ein sehr lustiger Abend. Wer hätte es gedacht. Hat mich auch gleich viel länger um den Schlaf gebracht. Aber die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da. Nur heute sind die Alternativen recht ungewohnt. Aber machbar. Das ist was letztlich zählt.

Ein super sonniges und schon fast sommerliches Wetter wird uns heute in der Stadt beschert. Da werden doch einige wieder den Sinn der Abstandsregeln nicht verstehen und in Massen in denselben Park gehen. Irgendwie verständlich, auch wenn die #SocialDistance Anweisung dann hinfällig wird. Andererseits, einmal BVG fahren macht es genauso hinfällig.

Schnell mal das Rad geschnappt und Einkaufen gefahren. Das nützliche mit dem Angenehmen verbinden. Doch was da an den Einkaufsstellen los ist, entspricht nicht dem, was die Tage zuvor erlebbar war. Lange Schlangen, Eintritt nur auf Ansage und schön Abstand halten. Die Betreiber müssen ordentliche Ansagen bekommen haben.

Aber mit etwas Geduld lässt sich auch dies umsetzen und hat den Vorteil, drinnen ist man schnell durch. Auch an den Kassen. Zumindest letzteres gefällt mir sehr gut.

Im TV, beim Essen lief nebenbei, auf allen Kanälen Corona Virus hier und da. Die Zahlen steigen, die Kurven fallen leider nicht. Man kann es langsam nicht mehr hören und dennoch bleibt die Info wichtig. Doch ich muss abschalten. Sonst werde ich krank.

Trotz des tollen Wetter haben sich aber die überwiegende Mehrheit an das „Abstand Gebot“ gehalten. Das soll schon was heißen in Berlin. Ist eigentlich nicht so unser Ding. Frei nach dem Motto, Ick war zuerst da! Sollte sich am Ende doch sowas wie Vernunft in den Köpfen breit machen?

Gemütlich lass ich den Tag aufm Sofa ausklingen und irgendwann tat das Augenlied, das Auge selbst erfolgreich niederringen. Im Land der Träume angekommen verging die Zeit rasant, der Wecker (vergessen abzustellen) gab den neuen Tag gegen Mittag bekannt.

Sonntag, einer von denen, die den Namen nicht verdienen. Super sonniges Wetter und #StayAtHome – mich zog es sofort raus und ein ausgedehnter Spaziergang, abseits der vollen Parkanlagen, zog ich meine Runden. Es tat unglaublich gut, die Sonne zu spüren, den Frühling zu fühlen.

Doch wenn man so durch die Gegend läuft, sich anschaut wie alle mit der Lage umgehen, kann man einige kaum verstehen. Wenn nicht noch schlimmeres kommt, sollte es aber kaum ins Gewicht noch fallen, wie sehr sich manche dann doch an sich “krallen“. Es sei Ihnen gegönnt. Das Leben muss auch lebenswert bleiben. Überleben, um nur noch zu leben, nicht unbedingt mein Ziel.

Nachdenklich machen einen schon Aussagen, die den Tag über auf diversen Kanälen eintrudeln. Da gibt es Menschen, die von einer anhaltenden Situation ganz über das Jahr 2020 sprechen. Andere haben positivere Aussichten zu verkünden. Nur was am Ende sein wird ist unklar.

Klar ist in jedem Fall, Ostern als Fest der Auferstehung findet anders all die Jahre zuvor statt. Kirchen werden digital, bereiten ein Fest der Konserve vor. Das dies alles einen fatalen Beigeschmack hat, ist jedem schon privat aufgefallen. Nur ändern kann keiner was daran. Es ist wie es ist und so ist es Mist.

Wie ich die Woche über erfuhr, sind Zahlen aus der Zeit Freitag bis Montag nicht wirklich belastbar. Der Grund ist im Verwaltungswochenende zu suchen. Die meldet nicht alles wie soll, da Wochenende ist. Man trägt dann die Zahlen nach. Also spare ich mir den Blick auf diese. Machen wir Montag.

A new nasty Monday. Erstaunlich gut aus dem Bett gekommen und in den Tag gefunden. Schön ist trotzdem etwas anderes. Aber die News des Tages und der Espresso holen mich sogleich auf den Boden der Corona-Virus-Realität.

Heute Morgen um 7 Uhr soll die Marke von 100.000 bestätigten Infektionen erreicht worden sein. Das ist schon eine verdammt große Menge, dennoch im Vergleich zu vielen anderen Ländern, recht moderat. Auch die Zahl, der am Virus verstorbenen, ist mit 1.434 Menschen, das was derzeitig in 2 Tagen in England, Spanien, Italien und auch Frankreich erreicht wird.

Auch wenn es sich blöd anhört, aber jede Krise, seit Beginn des neuen Jahrtausend, ist bis jetzt ohne größere Auswirkungen an Deutschland vorbeigezogen. Dafür gibt es Gründe. Liegen die nun daran, dass wir hierzulande so viel besser als alle um uns herum aufgestellt sind? Oder hält jemand schützend seine Hand über dieses Land?

An letzteres kann ich nicht glauben und für viele ist es die Erklärung schlecht hin. Aber mit Glauben und auf übermächtige Figuren der theologischen Bücher, egal aus welcher Religion habe ich es nicht so. Banal sind meist die Gründe. Schwerwiegend die Fehler und unerbittlich die zu zahlenden Preise.

Auch heute gab die Regierung einen kleinen Ausblick auf die kommenden Tage. Eine Exit-Strategie ist nicht vorgestellt worden und auch ein Datum kursiert nicht in den Gesprächen. Alles bleibt unverändert bis zum 19.04. – Danach wird man sehen.

Danach, wer glaubt es werde dann wie davor, dem sei gesagt, träum weiter. Die Welt, in der wir aufwachen werden, wird eine beschränkte, geprägt durch Angst sein. Je mehr Angst, um so beschränkter. Kleingeistig das Handeln, Großspurig die Reden, nur die Menschen werden gefangen sein, in einem Konstrukt von Vorstellungen, Bestimmungen und ein wenig Unwissenheit. Möge alles ganz anders kommen, ich würde mich gerne irren. Ich wäre schon jetzt dazu bereit.

Ein Tag der verhalten beginnt, leicht diesig und schnell recht sonnig. Auch das Thermometer schnellt rasch auf die 20°C Marke. Neuerdings brauch ich meinen Wecker auch kaum noch. Ich habe einen Finken im Hinterhof, der die akustische Verstärkung vom Baum in der Mitte des Hofe liebt. Pünktlich am Morgen und Abend kommt er sein Gezwitscher zu präsentieren.

Kaum habe ich mein Home-Office hochgefahren, den Espresso intravenös konsumiert, prasseln auch schon die Updates zu Covid-Sar-2 und allem was mit den Auswirkungen zusammenhängt, über einem herein. Zumindest sind inzwischen weltweit erfolgreiche Eindämmungen, durch die ergriffenen Maßnahmen sichtbar. Auch gibt es erste erfolgreiche Bekämpfungen nach alt bewährter Methode.

Es verschreckte mich dann aber doch eine Meldung aus Singapur. Dieser Stadtstaat hat die Krise im Moment seines bekannt werden konsequent bekämpft. Mit Erfolg. Ende Februar 2020, gab es nur 100 infizierte Menschen. Die bestens auf solche Situationen ausgerichteten Krankenhäuser übernahmen die Angelegenheit. Doch nun, innerhalb weniger Tage wuchs die Zahl der infizierten Menschen auf 1.376 an. Jetzt spricht man offiziell von der gefürchteten 2. Welle. Wir reiten gerade noch auf der 1. Welle rum. Ich brauch da echt keine 2. Mehr.

Boris Johnson, der Verbreiter von Fake News, mit denen tatsächlich ein Ausscheiden aus der EU erreicht werden konnte, der selbst den Virus als harmlos abtat, liegt auf der Intensivstation mit Corona. Es sollte genug der Todesopfer sein. Aber wenn es jemand verdient hätte daran nicht wieder zu genesen, dann doch er. Er tat auch viel für die Verbreitung. Eine Folge davon ist, die gesamte Regierung, die sich zu gemeinsamen Besprechungen noch persönlich traf, hat sich freiwillig in selbst auferlegte Quarantäne begeben. Manchmal wird es sogar für alle sichtbar, wenn Dilettanten versuchen wie Profis zu wirken. Aber der gemeine Wähler hat all zu oft Alzheimer und vergisst zu schnell.

Den Tag über werden die Themen „Exit Strategie vom Shut Down“ und wie hilft sich Europa gegenseitig finanziell aus der Krise. Gemeinschaftliche Schulden wollen die einen verhindern, den anderen erscheinen diese als einzige wahre Hilfe. Die Wahrheit liegt wie immer dazwischen. Doch ich glaube, hier geht es weniger um die Wahrheit, eher um ein deutliches Zeichen, eines das letztlich auch wirklich hilft. Wie das dann heißt, ist letztlich egal. Helfen muss es und das schnell. Denn wer hier versagt, oder wem unzureichend geholfen wird, der sieht keinen Sinn in der Wertegemeinschaft, der die Werte, für die sie steht, abhandenkommen.

In dem Zusammenhang muss es eine Auseinandersetzung mit Ungarn geben. Im Notstandsfall hat sich Orban die Freiheit genommen, am Parlament vorbei unkontrolliert regieren zu können. Das sowas noch immer in Europa zu machen geht, kaum zu glauben.

Was alles Unglaubliches auf uns noch in den nächsten Monaten zukommen wird. Heute noch unvorstellbar und in ein paar Tagen Realität. Glaubst Du nicht? Wer hätte vor einem Monat sich hingestellt und behauptet, Ostern findet in Europa nicht statt. Wer hätte dem geglaubt und wie sieht es heute aus? Es ist so gekommen, ist nun real geworden.

Was für ein Tag, der etwas müde, obwohl ich gut und viel geschlafen habe, durch mein Vogelgezwitscher im Hof beginnt. Schon beim Holen der Frühstücksbrötchen fiel auf, gar nicht frisch an der Luft. Könnte warm werden heute, dachte ich noch. Aber erst mal Frühstück. Danach das Homeoffice starten. Auf ein Neues. Kunden haben immer Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen.

Gegen Mittag merkte man schon, was früh noch ein möglicher Gedanke war, jetzt ist es wirklich angenehm warm geworden. Es liegt auch der Duft von Frühling in der Luft. Gern wäre ich jetzt auch ein vom Virus betroffener Arbeitnehmer. Man nimmt immer gern die positiven Sachen mit.

Kommen wir zum Negativem, den Corona Zahlen. In Frankreich ist gestern die 10.000der Marke an Todesopfern überschritten worden. Unser aktueller Stand in DE ist heute bei 2.086 Toten. Insgesamt sieht es so aus, als hätten wir den Krisenmodus rechtzeitig hochgefahren. Übrigens, in den USA gab es allein heute mehr als 2.000 Tote. Trump nimmt das zum Anlass die WHO anzugreifen, Zahlungen einzustellen. Trump kann nur Trump selbst toppen. Doch der Amerikaner vertraut Ihm weiterhin. Schön blöd.

Schön blöd wäre ich, nicht noch etwas vom Tag draußen zu nutzen. Also raus und unbedingt das Rad nehmen. Man wandelt gerade Teile der Straße in Radwege um. Viele haben da denselben Gedanken und nutzen etwas ungläubig die Radspuren auf der Straße. Bei dem Wetter auch ideal.

Es sind aber auch viele Menschen draußen. Von Pandemie zeugen nur die geschlossenen Läden. Kommt einem irgendwie wie Sonntag vor. Die Zeit wird in der Krise etwas ungreifbarer. Jeder hat so andere Fixpunkte. Ist auch ein anderes Leben. Wir tun uns nur gerade etwas freier bewegen. Ob erlaubt oder nicht, jeder sollte wissen, was zu beachten ist. In dieser Hoffnung und im Wissen 4.000 infizierte gibt es in Berlin, lass ich den Tag ausklingen.

Wieder ist es heute ein sonniger Frühlingstag, mit fast sommerlichen Temperaturen. Es macht Spaß sich draußen aufzuhalten und zum Glück hat Berlin auch den Platz, um Abstand zu halten. Dennoch werden diese Regeln am morgen beginnenden Oster Wochenende von zusätzlichen 500 Polizisten auf Einhaltung kontrolliert. Das Wetter lässt einen sonst die blöden Umstände vergessen.

Doch die Zahlen sehen gar nicht so schlecht aus für die Stadt: Eine Verdoppelung benötigt inzwischen 15 Tage!

Mittag erschien die Heinsberg Studie – Heinsberg ist ein Kreis in NRW und das Land selbst gab diese in Auftrag, um die Verbreitung des Virus zu erforschen. Nach dieser Studie sehen die Aussichten vorsichtig positiv aus. Es ist mit einer Lockerung der Beschränkungen zu rechnen. Nicht in den besonders gefährdeten Zentren (Krankenhaus, Altersheim etc.), aber für die allgemeine Bevölkerung. Die Studie sagt aber auch: „Wir müssen lernen, mit Sars2 zu leben und die Gefahren richtig einzuschätzen.“

Das kann viel bedeuten und einfach nur banal daher gesagt sein. Unstrittig ist, die Hygieneregeln sollte jeder aus seiner Kinderstube mitbringen. Falls nicht, es gab genug Zeit sie inzwischen zu verinnerlichen und nicht wieder abzulegen. Doch dann hört es auch schon auf. Ich gedenke nicht die Abstandsregel dauerhaft beibehalten zu wollen. Ich kann aber Rücksicht auf die nehmen, die es möchten, keine Frage.

Über den Nachmittag verdichten sich erste Lockerungen im Kontaktverbot. So dürfen Berliner über Ostern zu Verwandten ins Land Brandenburg und umgekehrt. Beide Bundesländer haben in den Zahlen zur Krise, ein vertretbaren Verlauf der Infektionen an den Tag gelegt. Das könnte die Situation in den Berliner Parks etwas entspannen.

Unentspannt wird allerdings die Situation in Bezug auf die #CoronaApp – die eigentlich TraceTogether heißt und das Gemeinschaftswerk verschiedener Wissenschaftler und Programmierer aus Europa darstellt. Die technische Wunderwaffe, mit der man schnell die Infektionsketten unterbrechen will.

Der Gedanke ist gut, nur die Umsetzung ist das Problem. Denn damit dies funktioniert, müssen mehr als 60% der Bevölkerung damit einverstanden sein, diese App tatsächlich zu nutzen. Daten zu liefern, die ausgewertet werden können.

Transparenz beim Schutz der Privatsphäre, denn die ist hier Voraussetzung, um Vertrauen aufzubauen, Akzeptanz zu schaffen. Es geht hier nicht nur um ein nebenbei anfallendes Bewegungsprofil, es geht auch um alle Menschen, mit denen man in Kontakt kommt. Das wird mindestens 3 Wochen gespeichert. Ohne diese Funktion ist die App sinnlos.

Manch einem ist dies egal, aber in der Konsequenz sind wir hier nur noch einen Katzensprung von der totalen Überwachung entfernt. Das geht zu weit. Mal abgesehen von der Tatsache, dass dieser Datensatz enorme Begehrlichkeiten weckt und sehr sicher vor dem Zugriff Unbefugter geschützt werden muss.

Karfreitag, ein Osterwochenende der ganz anderen Art startet heute. Die Sache mit der Auferstehung im Zusammenhang mit dem derzeitig aktivem Corona-Virus hat schon eine gewisse Ironie. Aber wie heißt es unter den Gläubigen immer so schön, „es ist Gottes Wille“.

Na, dann sehe ich keinen Grund zur Beschwerde. Ich für meinen Teil bin Atheist und nehme es, wie es kommt. Es ist in jedem Fall ein entschleunigtes Fest, an dem hoffentlich viele Betroffene der Infektion, Ihre ganz persönliche Widerauferstehung feiern. Dann gäbe es wenigstens für einige wenige richtig was zu feiern.

Für mich persönlich steht Wetter genießen an. Ich nehme es vorweg, die Pandemie Zahlen lassen ich mal komplett außen vor. Die verderben einem nur die Laune und die möglichen Auswirkungen sind am Dienstag sowieso auf dem Tisch. Man will sich endlich zum weiteren Umgang nach den Feiertagen von Regierungsseite aus äußern.

Da Parkanlagen bei dem Wetter die Menschen einen förmlich anziehen, sich dort natürlich auch die Verordnungshüter konzentrieren, gebe ich mal in dem Anti-Synchrone City walking hin. Also bevorzuge einfach die Orte zu erkunden, die sonst und eigentlich auch heute uninteressant sind. Nur haben die den Vorteil nicht das Ziel der Massen zu sein.

Zugegeben, nicht wirklich interessant, aber 100%ig gesund. Weil man auch nicht den ganzen Tag sinnlos in der niederfrequentierten Gegend rumlaufen kann, hatte ich auch viel Zeit für meine Pflanzen. Ist auch genau die richtige Zeit sich um diese zu kümmern. Natürlich kam auch das Multimedia Entertainment Programm nicht zu kurz. Es war sogar ausführlicher als sonst.

Eine interessante Meldung im Zusammenhang mit der Krise kam dann doch noch rein am Montag. Ist wettertechnisch der miese Tag unter den Osterfeiertagen. Normaler Weise total super, kann man sich schön erholen von den vorangegangenen Tagen der Feierei. Doch wenn das Erholungsprogramm schon die ganze Zeit läuft, reicht es auch mit derselben.

Zurück zur Krisenmeldung, die meine Aufmerksamkeit erregte. Apple & Google schmeißen sich zusammen, um an einer technischen Lösung zu arbeiten, die es ermöglicht, Infektionsketten nachzuverfolgen und entsprechend schnell zu melden. Die bereitgestellten Plattformen sollen Systemunabhängig (iOS oder Android) in der Lage sein miteinander zu kommunizieren.

Toller Ansatz. Kann gern auf einiges mehr ausgeweitet werden. Somit wäre das Kompatibilitäten Problem als erstes in Angriff genommen. Ergibt in jedem Fall Sinn.

Anschließend soll das nächste Problem, die exakte Messung via Bluetooth in Angriff genommen werden. Eine eigens auf Bluetooth basierte Plattform soll in Kooperation an den Start gebracht werden. Dieses System soll nun direkt in Zukunft den Weg in beide Betriebssysteme finden.

Ein solcher Ansatz unterstütze die Zusammenarbeit in einem breiten Ökosystem von Apps und Behörden. Anders als der Ansatz, dies über Apps zu machen.

Hier wird eine grundsätzliche Möglichkeit geschaffen, diese Technik nicht dazu installieren zu müssen. Sie wird dann bereits als eine Grundfunktion im Betriebssystem vorhanden sein. Apps greifen dann nur noch auf die Daten zu.

Hört sich alles super an. Zumindest im Zusammenhang mit der gerade existierenden Krise. Es lässt mich trotzdem aufhorchen, denn das Problem liegt wie immer im Detail. Die Technik muss in der Lage sein, exakte Abstände von Personen messen zu können und gleichzeitig diese Personen, wie auch immer identifizierbar machen können. Das alles über einen längeren Zeitraum. Die Frage des Zeitraumes wäre einfach geklärt, man löscht die Daten einfach nicht und hat ein ganzheitliches Bild. Wer sich über das Erstellen von Bewegungsprofilen schon aufregte, bekommt nun noch eines draufgesetzt. Zukünftig wird es möglich sein, nicht wo du überall warst abzufragen, bald kommt hinzu, wen du alles getroffen hast. Dass die beiden Infos im Krisenfall nun nützlich sind, Infektionsketten komplett nachvollziehen zu können ist klar. Doch die Krise wird nicht ewig dauern. Wir werden diese bald hinter uns gelassen haben.

Wir werden in einer komplett neuen Welt aufwachen. Eine Welt, die sich in einigen Punkten drastisch geändert haben wird. Was vorher undenkbar war, wird gerade als das Allheilmittel mit Hochdruck entwickelt. Die Anfangs positiv klingende Meldung hat mir gerade ein wenig das Fest verdorben. Also Schluss für heute.

Endlich, es ist geschehen. Lockerungen sind anhand der stabilen Zahlen und wie auch immer betont wird, wegen dem vernünftigen Umgang der Menschen mit den Beschränkungen, in Sicht. Nun geht das Theater los, wie weit gelockert wird, was aufgemacht werden kann, was geschlossen bleiben muss

In diesem Sinne sollte es eine interessante Woche werden. Wäre auch mal interessant zu erfahren, wann ich mir das Haupthaar wieder stutzen lassen kann. So langsam passt der Wildwuchs weder mit Design, Wohlbefinden und Pflegerhythmus zusammen. Kurz, da wächst ein Problem heran, das alles andere als schön ist. Irgendwann vor Jahren sah ich mal einen Spruch an die Wand eines Friseur gesprüht. „Eitel geht die Welt zu Grunde“ – damals musste ich lächeln, hab es aus heutiger Sicht betrachtet, nicht richtig verstanden.

Doch die Sicht aus dem momentanen Blickwinkel, ist um einiges verzehrter, als sie es noch vor 6 Wochen war. Wir reden hier von 2 komplett verschiedenen Welten. Die Welt vor der Pandemie bestand im Prinzip aus „Höher, weiter, Größer & Schneller“! Das dies auf Dauer nicht gut sein kann, dafür muss man kein Gelehrter sein. Da reicht der gesunde Menschenverstand.

Doch diese Entschleunigung, in der wir uns gerade befinden, hat auch die Grenzen des Ertragbaren bereits erreicht. Es ist die Frage zu stellen, wie lange steht all das noch in der Verhältnismäßigkeit. Es ist ein Kampf der Zahlen und vor allem deren Deutung. Es ist die Politik der Angst, die zum Schutz der Schwächsten gefahren wird. So, die offizielle Erklärung. Doch ist dem wirklich so?

Was ist mit den wirtschaftlich Schwachen im Lande? Denen, die von 2 Mini Jobs leben, und nun gar nichts haben. Die schlecht an Unterstützung kommen, definitiv keine Rücklagen in den überbezahlten Beschäftigungsverhältnissen bilden konnten.

Was ist mit all dem, weswegen ich diese Stadt so liebe? Die kulturelle Vielfalt, das Nachtleben und die Freiheit. Großveranstaltungen sind derzeit bis 31.08.2020 verboten. Die Frage wird sein, wie dies definiert wird.

Es wird bekanntgegeben, dass ab dem 20.04.20 wieder einige Läden mehr öffnen dürfen und Lockerungen in Sicht sind. So dürfen Läden bis 600m² öffnen und unter Einhaltung der Hygieneregeln zum normalen Verkauf übergehen können. Zoos und Tierpark werden wieder öffnen, da Abstand halten dort möglich ist. Oh, Friseure sind ab 04.05.20 dann wieder offen. Das wird sicher einen „Run 4 Cuts“ geben. Zum Glück habe ich gleich einen unten im Haus. Da lässt sich bestimmt ein guter Moment rechtzeitig erwischen.

Das Thema Maskenpflicht ist aber inzwischen fast überall auf der Tagesordnung. Obwohl klar ist, dass diese keinen wirklichen Schutz vor Corona bieten, sollen diese von der freiwilligen Nutzung nun doch zur Pflicht werden. In der Handhabung sind hier die Bundesländer sehr unterschiedlich. In Berlin soll es die öffentlichen Verkehrsmittel betreffen. Das wird im Grunde auch Zeit. Denn was bringt #StayAtHome solange man kann, wenn dann in den Verkehrsmitteln alles hinfällig wird. Soll mich nicht weiter stören. Ich fahr mit dem Rad. Schneller & gesünder kommst du in Berlin nicht durch. Das war eigentlich auch schon immer so. Jetzt ist es nur deutlicher und für jeden verständlicher.

Ich bin eigentlich nur auf Demos ein Freund von Masken, aber da sind die bekanntlich nicht erlaubt. Da bin ich mal gespannt, wie das Thema zukünftig behandelt wird. Es wird mit Sicherheit demnächst Demos mit Masken in Berlin geben.

So intensiv, wie nach wie vor die Grundrechte eingeschränkt werden und gleichzeitig im öffentlichen Raum nach Maskenpflicht gebrüllt wird. Alles nur eine Frage der Zeit und dann eine Auslegung der Gerichte. Doch das wäre ein Stück Normalität.

Nicht die angenehmste Normalität, aber es ist normal, wenn man die Geister, die man rief, dann nicht wieder los wird. Wer will schon was gegen Hygiene sagen? Die Zeit wird kommen, dann können wir fragen.

Es ist so weit, die ersten Öffnungen von mehr Läden ist heute gekommen. Die Sonne lacht, es sieht nach einem schönen Tag aus. Den werden vor allem die Einzelhändler genießen, die Öffnen dürfen. Die anderen verstehen nicht, warum Sie es nicht dürfen und besonders hart trifft es alle aus der Gastronomie.

Jeder Virus braucht einen Wirt und darin ist irgendwie auch die Begründung zu finden, warum diese nicht so schnell öffnen dürfen. Aber es geht allen die in dem Tourismus Sektor der Stadt arbeiten ebenso. Hier ist noch völlig unklar, wann überhaupt wieder etwas aufmachen, wann sich wieder jemand frei bewegen darf.

Ähnlich geht es in den Bereichen Entertainment, Kultur & Nachtleben. Ich bin gespannt, wann hier endlich Lockerungen eintreten. Glaube das wird bestimmt noch bis mindestens 21.06. (Sommeranfang & der Fete de la Musique) dauern. Großveranstaltungen sind zwar abgesagt, aber die Fete de la Musique besteht aus lauter kleinen Bühnen verteilt in der ganzen Stadt und sollte daher nicht darunterfallen.

Kann aber auch sein, dass sich kaum jemand traut was zu machen und daher die Angebote fehlen. Sich alles konzentriert bei den Wenigen, die etwas machen und dann sicher aufgelöst wird. Was schade wäre und im Vorfeld besser organisierbar ist. Zumal gerade Künstler sehr viel davon hätten, endlich auch wieder gesehen zu werden.


Ansonsten gibt es noch immer Probleme bei der Fertigstellung der Contact Tracing App. Dafür ist die Diskussion um die Maskenpflicht nun bundeseinheitlich entschieden worden. Aktueller Stand 22.04. ist, sie kommt für Öffentliche Verkehrsmittel und zum Einkaufen. Dann ist es auch schon vorbei mit der einheitlichen Handhabung. Im Süden muss die Maske auch in der Öffentlichkeit getragen werden. In Berlin nur bei den beiden benannten Aktivitäten.

Ich brauch also noch eine aussagekräftige Einkauf-Corona-Maske. Mal sehen was ich mir da einfallen lassen werde. Vielleicht etwas mit leichtem Schock-Faktor, der eventuell ein schnelleres Abkassieren bewirkt. Oder eher was mit allgemeiner Aussage „Meine schmutzigen Gedanken kommen jetzt sauber bei Dir an“ – könnte etwas lang sein. Am Ende ein reines Design Problem. Also lösbar.

Seit dem 22.04., das war die Meldung des Tages, wird in Deutschland an 200 freiwilligen Versuchspersonen ein Corona Impfstoff von der Firma Biotech aus Mainz zum klinischen Test zugelassen. Es ist einer von derzeitig 80 Impfstoffen, die in der Entwicklung sind. Auch wenn der Erfolg hat, wird es noch 4-5 Monate dauern, bis er im Masseneinsatz ist.

Aber 4-5 Monate, das klingt nach einer überschaubaren Zeit und wenn es Normalität bringt, gerne. Dabei fällt mir ein, So sehr wie man heute nach Normalität strebt, war man früher immer an unnormal, außergewöhnlich interessiert. Das muss das neue Normal sein. Du willst immer was du gerade nicht hast. Mensch ist auch nie zufrieden. Ok, Mensch vielleicht, ich bestimmt nicht.

Nun, eine Krise kommt selten allein. Während man sich bei der gut überstandenen Finanzkrise und auch bei der gerade anhaltenden Corona-Krise mit guter Organisation und gezielter finanzieller Unterstützung, aus solchen Situationen gut rauswinden kann, geht dies nicht beim Klima.

Der April hat noch ein paar Tage. Aber selbst, wenn es jetzt ein Wetter Tiefdruckgebiet geben würde, das etwas Regen bringen könnte. Nur 4% Regen gegenüber sonst, sind ein Alarmzeichen vom Klima, das wir nur zur Kenntnis nehmen können. Das belegt, hier wandelt sich das Klima, leugnen zwecklos.

Auch hier gibt es noch viel zu tun, damit wir einfach nur erhalten können was wir gerade haben. Durchaus mit dem Effekt, dass wir uns an solche trockene April Monate gewöhnen müssen. Ein viel zu nasser Juni oder Juli sind auch noch drin. Also bleiben wir positiv und beklagen uns nicht, aber reagieren sollte man schon auf diese Ereignisse. Vor allem mit in die Zukunft gerichteten Maßnahmen.

Nicht so großartig in die Zukunft gerichtet, hat sich das Konzept von Singapur herausgestellt. Am 24.04.20 wurde bekannt, man muss die Ausgangssperre bis Juni aufrecht halten. Ich habe im März schon zum Umgang mit der Krise und den überaus positiven Effekten zur Eindämmung von Corona geschrieben.

Doch all die Technische Überwachung hilft eben nichts, wenn alles auf den Rücken von Gastarbeitern aufgebaut ist, die in viel zu beengten Unterkünften leben müssen. Das sich ein Virus dort richtig gut verbreitet, hätte man wissen können. Das man in diese Situation gerutscht ist, zeigt im Grunde nur, wie weit weg die Gedanken derer sind, die von den Gastarbeitern profitieren. Man hat schlicht nicht an Sie und auch nicht an die Umstände, in denen Sie untergebracht sind, gedacht.

Geiz ist zuweilen auch tödlich, alles andere als geil!

Singapur und sein, nun nicht mehr vorhandener Erfolg, mit der Contact Tracing App, Infektionsketten frühzeitig zu erkenn und zu unterbrechen, war der Ideengeber zu einer EU-Version dieser App.

Der Erfolg hängt von der Masse der Nutzer im Land ab. 60% der Bevölkerung müssen mitmachen, sonst funktioniert das Werkzeug nicht. Für Akzeptanz bei der Mehrheit muss aber der Datenschutz transparent und der Quellcode Open Source, die Datenspeicherung dezentral funktionieren.

Das ist nicht viel, was hier verlangt wird. Mindestanforderung, Vertrauensbildende Maßnahme, eben das, was all zu oft von Europa Richtung amerikanische IT-Konzerne gefordert wird. Man kann auch sagen, den Beweis antreten, das es geht, wenn man will. Doch irgendwie ist in der Entwicklung der Wurm drin. Nein, Käfer (also Bugs im engl.) sicher auch. Doch eines nach dem anderen.

Das der durch die App generierte Datensatz, überall Begehrlichkeiten weckt und es Interessenten ohne Ende dafür neben den Gesundheitsämtern gibt, muss jedem klar sein. Hier wird nicht nur ein Bewegungsprofil generiert. Auch alle Kontakte, selbst die, die man nur kurz auf der Straße hatte, beim Warten an der Ampel.

Wer diese Daten, wie auch immer in die Hände bekommt kann sich aussuchen mit wem er darüber den Big Deal abschließen will. Sicher hat mancher noch andere Dienste, denen er freiwillig Daten liefert. Payback Card auch ohne App genügt.

Nun erweitert sich die Kombination von Daten über Bewegungs-, Kontakt- & Shoppingprofil zu einem sehr ausnutzbarem digitalem Überblick. Es gibt detailliert Auskunft, wo, wann und mit wem du was konsumierst. Das Wissen manipuliert. Du bist so einfach beeinflussbar. Man kennt Dich dann besser, als du es selber wahr haben willst.

Manche Fehler werden bei der Datensicherheit unbeabsichtigt oder aus Unwissenheit begangen. Ob Dieser hier: mit dazu gehört, wird gerade versucht festzustellen. Belegt aber, schnell sind solche Daten in falschen Händen. Es lässt sich doch schon im Ansatz, Konzeptionell vermeiden.

Ohne Frage lassen viele das Thema an sich vorbeigehen und geben weit mehr als die nötigen Daten frei. Haben kein Problem, diese auf ausländischen Servern zu speichern. Ja, die gibt es, es sind sogar mehr als einem lieb ist. Doch das sind Ihre Entscheidungen.

Klar wäre ein DE-Server dafür besser. Nur das Angebot stand so nicht und die Entscheidung fällt jeden Tag aufs Neue bei jedem einzelnen. Das ist etwas anderes, wenn das Angebot einer Contact Tracing App mit sicherer Datenschutz-Programmierung offeriert wird. Das wäre ein Angebot, dass funktionieren, also helfen kann.

Wieso Menschen mit guten Willen um die Datensicherheit bringen, wie sie sein sollte. Mal zeigen, dass es anders geht. Vorbild sein. Chance ergreifen. Richtig handeln, nicht nur reden.


covid-19 streetart

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Man kann auch an die Sache wie ein Depp mit Tupee gehen, à la Trump. Mit Halbwissen, dass später als „Sarkasmus“ erklärt wird, um Bildungslücken riesig klaffend, für jeden ersichtlich zu kaschieren versuchen.

Desinfektionsmittel darf man sich nicht intravenös zur Corona-Bekämpfung verabreichen. Das macht alles nur noch schlimmer. Aber genau da liegt das Problem. Trump macht alles nur noch schlimmer. Es ist keine gute Idee, gegen Corona & Einschränkungen zu Demonstrieren. Gegen Corona hilft das nicht. Aber einer unter den cleveren republikanischen Anhängern war bestimmt infiziert, was die Person selbst sicher nicht mal ahnte. Man kann in 14 Tagen anfangen ein Auge auf die tapferen Amerikaner werfen. Es sollte sich die wie von selbst, die Zahl reduzieren. Ob Sie es dann kapieren?

Sicher bin ich mir nicht. 14 Tage sind lang und manche haben ein Kurzzeitgedächtnis auf Verschwörungstheorie-Tournee. Zumindest geht Ihnen unter Corona in jedem Fall die Puste aus. Man kann es drehen und wenden wie man will bei Trump. Am Ende läuft es erneut darauf hinaus. Trump kann nur von Trump gestoppt werden. Man muss Ihn nur machen lassen.

Da er mindestens Erkenntnis-Resistent und immun auf Vernunft reagiert, darf man Ihn auch immer vor sich selbst warnen. Es wird sicher nicht zu Ihm vordringen. Zu sich selbst kann man beruhigend aufschauen, man kann nur Menschen helfen, die sich helfen lassen wollen.

Manchmal bringen aber Proteste tatsächlich etwas. So überraschte mich heute nach dem Aufstehen die News, dass die Contact Tracing App nun doch mit dezentraler Datenspeicherung ausgestattet wird und die Daten vorerst nur lokal im Handy gespeichert werden sollen. Abruf demnach nur im Falle, da sie Daten relevant sind und ausgewertet werden müssen. Sollte dem wirklich dieses Konzept zu Grunde gelegt werden, wäre es, wenn nicht sogar der Meilenstein in der digitalen Geschichte. Ein deutliches Statement und unter diesen Umständen, darf weiter fleißig gegen die verantwortungslose Art des Umgangs mit persönlichen Daten auf der anderen Seite des Atlantiks gewettert werden.

Ansonsten haben wir einen etwas kühleren Sonntag und weniger Sonne als in der vergangenen Woche. Easy to #StayAtHome

Ab Montag beginnt die Corona Maskenpflicht in Deutschland. #MaskedGermany is going public. Das kann lustig werden. Es besitzt einiges Potenzial verwirrend wirken zu können.

Eine neue Woche beginnt und es herrscht noch immer der Virus weltweit mit seinen Beschränkungen der persönlichen Freiheit. Eine Situation, an die sich Mensch, egal wo auf dieser Welt einfach nicht gewöhnen kann. Überall sehnt man sich ein Ende der Beschränkungen herbei. Doch die bleiben aus und werden schrittweise nur in Aussicht gestellt.

Eine Aussicht, die getrübt wird durch den Zusatz, solange die Infektionszahlen sinken und der Reproduktionsfaktor bei Ansteckungen unter 1,0 liegt. Also 1 Mensch maximal einen anderen ansteckt. Nur so lässt sich die Zeit gewinnen, den Virus mittels geeigneter Medikamente, Impfstoffe oder mit anderweitig erzeugter Antikörper unschädlich machen zu können.

Damit man durch diese Zeit kommt, hat Berlin für viele sogenannte „Solo-Selbständige“ und kleine Betriebe mit weniger als 10 Festangestellten Arbeitnehmern, ein Milliardenschweres Hilfsprogramm zu Beginn des Monats aufgestellt. Die Auszahlungen liefen sogar nach dem Motto: „Erst Zahlen, dann prüfen“.

Insgesamt gab es rund 200.000 Antragssteller, die etwa 1,7 Milliarden Euro Hilfe erhielten. Natürlich waren da auch Antragsteller dabei, die die Situation ausnutzten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon und eifrig und hat den Gesamtschaden auf 700.000 € geschätzt. 160.200 € sind schon wieder zurückgeholt worden. Man redet aber von der Spitze des Eisberges und wird sich bis zum Fuße vorarbeiten.

Dennoch war es richtig und vor allem wichtig, dies genauso zu machen. Es ist beruhigend in der Stadt, in dieser Zeit, einen solchen Weltbürger als Kultursenator zu haben.

Natürlich unterliegt auch er den Zwängen der politischen Auseinandersetzung in Verbindung mit den finanziellen Möglichkeiten, denen Berlin unterworfen ist. Doch gerade in solchen Zeiten ist ein politischer Wille, bestimmte Sachen nicht untergehen zu lassen, die Grundvoraussetzung, um überhaupt überleben zu können.

Vor 25 Jahren hätte ich nicht gedacht, dass er so weit kommen wird. Heute ist es das Beste was uns passieren konnte. Denn er ist geblieben, wie wir schon immer waren. Kreativ, wortgewandt, mit einer Idee für ein besseres sozialeres Zusammenleben in der Stadt. Wir sollten mal wieder was trinken, wenn das hier überstanden ist.

Diese Woche fühlt sich ein wenig, wie in die letzte an. Nicht ganz, einige Lockerungen im öffentlichem Leben ziehen nun eine Maskenpflicht nach sich. Diese ist je nach Bundesland unterschiedlich streng ausgelegt.

Hier in Berlin nur Pflicht, wenn man Einkaufen oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fährt. Woanders auch generell im öffentlichen Raum. Ein Anblick wie in einem Alptraum. Letztlich aber besser als weiterhin nur zu Hause sitzen zu müssen.

Wie es ausgeht, wenn man glaubt, sich doch nicht an diese Schutzmaßnahmen halten zu müssen, konnte man am Beispiel Nordfriesland, im Kreis Husum, nun in den Medien verfolgen.


Dort fand am 19.04. eine private Grillparty in einem Garten statt an der 7 Personen alle nicht in demselben Haushalt wohnend und natürlich die Abstandsregeln außeracht lassend, den Abend genossen. Nun liegen 3 der Gäste mit Corona-Infektion flach.

Die anderen beteiligten stehen unter strenger häuslicher Quarantäne. Man kann es also nicht ignorieren, das Virus schlägt immer am liebsten dann zu, wenn man es einfach mal vergisst. Eine Auszeit auch nur für Stunden, hat zur Folge, sich anschließend intensiv mit dem Virus auseinandersetzen zu müssen. Da dies in jedem Winkel der Erde fast genauso schlimm aussieht, ist man überall fieberhaft auf der Suche nach den Lösungen, die einen Ausweg aus der Situation bieten. Der ist aber noch nicht gefunden. Auch wenn es hin und wieder erfreuliche Mitteilungen gibt. Vor allem in Sachen Impfstoff.

Australien hat daher am Montag beschlossen die Corona Contact Tracing App (Singapur Version) zu übernehmen. Zu dem Thema, sind am 14.04. von mir ein paar Zusammenhänge beleuchtet worden. Viel Glück Australien, mögen die Infektionsketten gesprengt werden. Hierzulande war diese App (Europa Version) auch ein heftiges Thema. Vor allem sollte dies längst fertig und in Gebrauch sein. Ist sie aber nicht.

Man hat sich inzwischen auf einen wichtigen dezentralen Ansatz zur Speicherung der Daten geeinigt. Im Grunde bedeutet dies, erhobene Daten verbleiben auf dem Handy des Nutzers, bis dieser ein Auswertbarer Patient wird. Erst dann sind seine Daten relevant und müssen auf Rückverfolgbare Kontakte ausgelesen werden. Die App selbst, steckt noch in der Entwicklung und wird bestimmt nicht vor Ende des Monats Mai zur Verfügung stehen.

In der Zwischenzeit erfreuen wir uns der Läden, die wieder öffnen durften, um ein wenig mehr „Normalität“ verspüren zu dürfen. Ich nenne das eher einen Anschein von Normalität erzeugen sollen. Solange meine Grundrechte eingeschränkt sind, ist hier nichts normal. Da ändert auch ein geöffneter Buchladen nichts, in dem ich zu Fachliteratur zum Thema komme und erleben darf, dass die aktuelle Situation, das gedruckte Recht bereits außer Kraft gesetzt hat. Doch der Anschein von Rechtstaatlichkeit bleibt gewahrt.

In der Auseinandersetzung, der von den Lockerungsregeln ausgenommenen Läden, die eben eine größere Verkaufsfläche als 800m² haben, wurde Mittwoch vom Berliner Oberverwaltungsgericht bestätigt.

Es werden sich in nächster Zeit noch einige Sachverhalte vor den Gerichten abspielen. Merklich kippt langsam die Stimmung in der Bevölkerung. Das liegt vor allem an der weitverbreiteten Unwissenheit und Unkenntnis über die Gefahren, vereint im Wunsch nach wieder Herstellung des vorherigem normalen Leben. Doch es ist, wie es ist und wie es ist, ist es Mist.

Deswegen aber die Umstände zu leugnen, nun nicht mehr darauf achten, wem soll das etwas bringen? Es gefährdet jeden und alles war umsonst.

Trotzdem müssen Konzepte und Hilfen vor allem noch für den Gastronomie und Tourismus sowie kulturellen Bereich her. Da scheint einiges den Bach runter zu gehen und obwohl hier traditionell Überlebenskünstler unterwegs sind, das geht nicht ohne Hilfe.

Traditionell ist auch der 1. Mai der Tag, an dem abgerechnet wird. Demonstrationsverbot und 1. Mai – das gab es zuletzt nur unter der NSDAP in Berlin und dort wo heute das Karl-Liebknecht-Haus in Mitte steht, gab es einige Tote zu beklagen und Blut floss in Strömen. Doch das ist heute hoffentlich anders. Zumindest was das Blut angeht, Tote gab es schon seit Jahrzehnten nicht mehr, zum Glück. Dennoch hat die Polizei ordentlich zu tun. Soll sie auch. Werden dafür gut bezahlt.

Die Autonomen freut sicher die Maskenpflicht, der alle freiwillig nachkommen werden. Was sicher die Erkennungsdienstlichen Einheiten auf der anderen Seite zur Weißglut bringen wird. So ist das aber in Corona Zeiten. Ein Problem stellt allerdings die seit Wochen anhaltende Einschränkung der Grundrechte dar. Diese bringt komische Konstellationen auf der Straße zusammen. Die anhaltende Kontaktbeschränkung ebenfalls.

Es ist an der Zeit, dem Volk seine Rechte zurückzugeben und auf den vernünftigen Umgang zu setzen. Der in der Masse mit Sicherheit zu erwarten ist und mit dem gerechnet werden kann. Denn ein anhaltendes Du darfst dies nicht und jenes auf keinen Fall, führt am Ende nur zu Situationen, in denen aus Prinzip nicht das Richtige gemacht wird. Im Nachgang lässt sich aber sagen, war der 1. Mai nicht viel anders als die anderen. Nur ohne große Demos und vielen kleinen örtlichen Auseinandersetzungen. Selbst die Anzahl der Festnahmen ist gemessen an den anderen Maifeiertagen, nicht groß unterschiedlich. Vieles von offizieller Seite aus wurde ins Internet verlegt. Netz-Demos sozusagen. Nicht so mein Ding, aber unter den Umständen vernünftig.

Am Wochenende sind vereinzelt Meldungen durchgesickert, die sich mit dem politischem Umgang der Krise befassen. Wie man gesundheitspolitisch weiter damit verfährt. Die Runde macht etwas das sich Impfpass, Corona Immunität nennt. Das sollte die nächsten Tage sicher noch ein Aufreger werden. Bei Impfpässen oder Pflichten gab es schon in der letzten Zeit einige die, sich vehement gegen Masern nicht impfen lassen wollten. Obwohl dies ein Schutz für alle ist. Das Thema wird mit absoluter Sicherheit jetzt anhand der Corona Impfung hoch kochen.

So recht verstehen kann ich es nicht. Liegt aber bestimmt daran, ich komme aus einer Zeit, in der die Schutzimpfung tatsächlich absolut normal für alle war und jeder diese bekommen hat. Umgebracht hat es mich nicht. Probleme hatte ich auch nicht. Als jemand mit rundum positiven Erfahrungen dazu kann ich es sicher deswegen auch nicht nachvollziehen.

Ich wird mal drüber schlafen und schauen was die neue Woche bringt. In diesem Sinne, Schluss für heute und auf bessere „normale“ Zeiten.

Die Woche beginnt mit denselben Auseinandersetzungen wie die letzte endete. Es geht heiß her um das Thema einer Impflicht. Das sich an diesem Thema die Gemüter so erhitzen können, ist unklar. Dennoch passiert es.

Weitere Lockerungen sind an der Tagesordnung in dieser Woche. So sollen die Kontaktbeschränkungen weiter gelockert werden. Dann kann man sich mit bis zu 5 Personen, nicht aus demselben Haushalt treffen. Zumindest nicht auf einmal. Denn wer will nachvollziehen können, mit welchen 5 Personen ich mich so treffen werde. Ob dies immer dieselben 5 Personen sind oder ich quasi jedes Mal 4 neue Personen treffe. Eine etwas komische Regel, deren Sinn auch nicht recht nachvollzogen werden kann.

Mitte der Woche wurde verkündet, die Lockerungen der Tourismus Branche kommen. Voraussichtlich ab 25.05. ist wieder Reisen innerhalb von Deutschland ohne Einschränkungen möglich. Alles immer gebunden an die Zahlen der Neuinfektionen. Solange der positiv anhaltende Trend bleibt. Eine Bundeseinheitliche Regelung gibt es nicht. Man geht dazu über, die Sache im Auge zu behalten und sofort einzuschreiten, wenn an einem lokal gebundenen Ort die Zahlen sich signifikant erhöhen.

Dann ist sofort mit der Rücknahme von Lockerungen zu rechnen, diese betreffen dann aber nicht alle, sondern nur den lokalen Infektionsherd. Eine praktische Regelung, die allgemein auf Zustimmung stößt und den Bund genau genommen aus der Verantwortung entlässt, dafür die Länder in die Haftung nimmt.

Insgesamt aber ist bei sehr vielen die Stimmung an einem Tiefpunkt angekommen. Die Einschränkung der Grundrechte – die noch immer in vielen Punkten existiert – stößt auf immer größere Proteste. Proteste, die eine sehr eigenartige Mischung von Personen haben. Da mischen sich eindeutig Anti-Demokratische Strömungen unter „das Volk“ und versuchen mit Ihnen gemeinsam gegen Corona zu Demonstrieren.

Als ob ein Virus ein demokratisch beeinflussbares Wesen wäre. Also sich davon beeindrucken lassen würde. Frei nach dem Motto: Oh das sind nun aber zu viele die sich gegen mich wenden, ich werde mich mal besser aus dem Staub machen. Verständlich, dass die Beschränkungen nicht angenehm sind. Verständlich, dass die Beschränkungen manchen auch an die Existenz gehen. Verständlich, dass es aus genannten Gründen auch Gegner dazu gibt. Aber unverständlich ist, wie kann ich meinen Unmut zusammen mit denen auf die Straße bringen, die ein ganz anderes Ziel, die Abschaffung der demokratisch verfassten Republik haben.

Wie kann man ernsthaft glauben und oder Verschwörungstheoretische Ansätze selbst wiedergeben, nur weil einem die Maßnahmen derzeitig ungerechtfertigt vorkommen. Gerade wenn diese Menschen, mit den Zahlen argumentieren, die glücklicherweise in Deutschland sehr moderat ausgefallen sind. Ist dies doch eher ein eindeutiger Hinweis darauf, es ist vom Prinzip in der Krise alles richtig gemacht worden. Die Zahlen aus den Nachbarländern von uns, die etwas spät reagiert haben, belegen letztendlich diesen Umstand eindeutig.

Diese Zahlen wären nicht mit anderen Aktionen erreicht worden. Sie wären auch bei uns explodiert. Doch sie taten es nicht. Sich jetzt hinzustellen und zu behaupten, alles wäre nicht so schlimm gewesen und einige der Maßnahmen hätten deswegen nicht ergriffen werden müssen, ist einfach nur Blödsinn. Entbehrt jeglicher Logik und lässt mich verwundern wie Erkenntnis-Resistent so mancher um einem herum ist.

So verwundert es nicht das es am Wochenende in vielen großen Städten im Lande zu Demonstrationen gekommen ist. In Berlin am Alex kamen etwa 1.000 dieser Menschen zusammen, um unangemeldet Ihren Unmut Luft zu machen. Die schrittweise Lockerung der Einschränkungen geht Ihnen nicht schnell genug, ist nicht umfangreich genug und sieht mancher Orts sehr unterschiedlich aus.

Ich glaube es wäre besser die Bundesliga wieder spielen zu lassen. Dann wären am Wochenende nicht mehr allzu viele auf den Straßen. Das man den Ball wieder anrollen lassen will, ist ein weiteres Thema in dieser Woche. Natürlich gibt es auch hier, viele die das nicht gut finden. Man kann halt schlecht erklären, wieso Fußball in der Liga geht, aber auf dem Spielplatz krassere Einschränkungen es nicht möglich machen, Kinder bolzen zu lassen.

Zugegeben, die Vorbildwirkung ist hier etwas zu kurz gekommen. Aber es kommt auf die Betrachtung an. Besser 22 Spieler stellvertretend für 220 Kinder spielen lassen. Denn wer zuschaut, kann auch gerade nicht selbst spielen und ist angenehm unterhalten. So könnte die Rechnung am Ende dann doch aufgehen. Wir werden sehen. Die Entscheidung kommt in der nächsten Woche. Wenn die Spiele tatsächlich beginnen sollen.

Auf in eine neue Woche. Möge Sie uns noch weiter an das bringen, was wir früher einmal als Realität bezeichnet haben und von dem wir heute noch meilenweit entfernt sind. Besonders deutlich merkt man dies im Tourismus Bereich.

Dieser fordert endlich klare Aussagen zum Thema Reisen und Reisebeschränkungen. In meinen Augen gehört hier ganz klar auch noch der gesamte kulturelle Bereich in der Stadt mit hinzu. Denn so schön Berlin auch ist, wer die Stadt besucht, will nicht nur großartige Sehenswürdigkeiten ablichten oder etwas Schönes Essen. Der Berlin Besucher will natürlich auch ein Stück vom weltbekannten kulturellen Leben in der Stadt erleben. Das aber fällt derzeit komplett aus.

Kein einziger Club hat derzeitig geöffnet, noch gibt es irgendwelche Angaben dazu, ab wann hier mit Lockerungen zu rechnen ist. Wenn dies dazu dienen soll, die Tourismusströme zu lenken, so wird die Stadt vermutlich recht leer ausgehen.

In dem Zusammenhang könnte damit aber die Frage der wirtschaftlichen Relevanz des sonst gern sehr stiefmütterlich behandelten Nachtlebens und seiner Veranstaltungsorte geklärt werden. Dann gäbe es durch den Umstand der Krise und der Tatsache, wann was wieder stattfinden darf endlich mal belegbare Zahlen, die einen Eindeutigen Rückschluss auf die Relevanz der Clubs zulassen würden. Ein Beleg, der zu einem Umdenken in der Behandlung, der oft durch Verdrängung bedrohten Einrichtungen führen kann.

Schon vor einigen Jahren ergab eine Studie, wegen der Sehenswürdigkeiten und dessen, was oft als Hochkultur bezeichnet wird, kommen nur 50% der Besucher. Können inzwischen auch schon mehr geworden sein.

Am Mittwoch sind in jedem Fall die neuen Reisewarnungen vom Außenminister rausgekommen. Diese bleiben unverändert bestehen. Als hätte sich nichts in den letzten 30 Tagen verändert. Also Deutsche dürfen derzeitig nicht das Land ohne triftigen Grund (Erholung gehört nicht dazu) das Land verlassen. Begründet wird dies nicht mit den positiven Entwicklungen hierzulange. Begründet wird dies mit der Weltweiten anhaltenden Störung des Flugverkehrs und den Einreisebestimmungen einzelner Länder.

Macht auch Sinn, denn was will man in ein Land fliegen, wenn man bei Ankunft in Quarantäne gesteckt wird oder man gar nicht erst ankommen kann, da keine Flüge abgehen. Sich über diese Aufrechthaltung der Reisewarnung aufregen, ist wie einem kranken zu befehlen, werde endlich gesund. Es entbehrt irgendwo jeglicher Logik.

Die Kontrollen an den Grenzen zu den Nachbarländern werden zurückgenommen. Dennoch wird der Personenkreis derer, die diese Grenzen passieren dürfen nicht erweitert. Das hat etwas von, Ihr dürft nicht, aber kontrollieren tun wir nicht mehr so stark. Da steige ich noch nicht recht hinter die Message. Zum Glück ist Berlin vom nächsten Nachbarland ein wenig entfernt und unsere Nachbarn im Osten haben die Grenzen einseitig geschlossen. Da brauchen wir gar nichts machen. Das liegt nicht in deutscher Hand.

Interessant ist ein Umstand, den sich so manches große Unternehmen nicht habe vorstellen können. Da der gesamte internationale Flugverkehr fast komplett zum Erliegen gekommen ist, bedeutet dies enorme Verluste für Fluggesellschaften. Davon bleibt auch die Lufthansa nicht verschont.

In den vergangenen Tagen ging es in dem Zusammenhang auch um den Einfluss, den der Staat mit seinen Anteilen von 9 Milliarden, die der Unterstützung, um über die Runden zu kommen dienen, bekommen soll.

Man einigte sich auf eine stille Teilhaberschaft. Das interessante ist die Bedingung der SPD gewesen, alle Firmenbeteiligungen offenzulegen, die in sogenannten Steueroasen liegen. Während die Fluggesellschaft in den vergangenen Jahren gezielt und mit voller Absicht ein System der Steuervermeidung etablierte, klopft es nun an der Tür des betrogenen Staates, dem die Jahre zuvor Millionen an Steuereinnahmen vorenthalten wurden und will „gerettet“ werden. Manchmal sind diese Manager schon eigenartige Zeitgenossen. Wollen sich von den betrogenen am Ende retten lassen. Da selbst die Summen, um die man die Allgemeinheit betrogen hat, nicht reichen, um sich selbst zu retten. Das irrsinnige daran ist, es funktioniert und daher wird sich nichts ändern an dieser Praxis. Never change a winning System.

Die Umstände in derFleischverarbeitenden Industrie haben in der Lockerung der Beschränkungen nun auffallend hohe Wellen geschlagen. Hier werden zumeist Osteuropäische Kollegen beschäftigt und diese ganz ähnlich, wie in Thailand die Gastarbeiter behandelt werden, untergebracht. Was, wen wundertes, zu genau denselben Ergebnissen führt.

Das dies nicht mit den Arbeitsbedingungen zu tun hat, lässt sich schwer erklären und dennoch versucht es der Geschäftsführer von Müllerfleisch Pforzheim so auszulegen, wenn 1/3 seiner 900 Angestellten infiziert sind. „Womöglich lag alles ja nur daran, dass die Rumänen ein geselliges Volk sind. Sie kämen eben aus einem Kulturkreis, in dem gern gemeinsam gefeiert werde.“ Als Konsequenz wird sich nun einiges in dem Bereich ändern. Zumindest sind in allen Fleischverarbeitenden Betrieben nun Flächendeckende Test auf Corona angekündigt. Mal sehen was die noch zu Tage fördern.

Ja, kann man lassen.Nach solchen Nachrichten freut es einen, wenn in den News des Tages vermeldet wird, dass der Durchschnitt der letzten 7 Tage bei den Neuinfektionen unter die Marke von täglich 800 Personen gesunken ist. Das lässt wirklich hoffen und ist in jedem Fall eine gute Nachricht. Sehr zum Lachen hat mich da heute eine Mobile Message einer Freundin gebrach, die das hier postete.

Aber das Wochenende steht gerade erst vor der und da soll tatsächlich der Ball wieder rollen. Ich bin gespannt was noch kommt.